Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, und Ministerpräsident Reiner Haseloff werden am kommenden Dienstag die vier Schülerfirmen der Gutenberg-Schule mit dem Qualitätssiegel "Klasse Unternehmen" auszeichnen.

Wolmirstedt l Praxisnähe wird in der Gutenberg-Schule groß geschrieben. Vier Schülerfirmen arbeiten dort und bald wird jeder der 370 Schüler in berufsvorbereitenden Werkstätten Berufsfelder näher kennenlernen. Am 30. November sollen die Werkstätten fertig sein. Dann beginnt der Probebetrieb. Die offizielle Übergabe ist für den 24. Januar geplant.

Am kommenden Dienstag können sich Reiner Haseloff und Daniela Schadt im Rahmen der Ehrung ein Bild von den entstehenden Werkstätten machen. Die Schülerfirma "Gutbikes" will bereits in der künftigen Mechanikwerkstatt ihre Arbeit demonstrieren. Die Handwerker, die gerade die Werkstätten aufbauen, kennen den Termin und schrauben und bohren eifrig.

Die Bar hingegen ist beinahe fertig. Sie gehört zum Ausbildungsfeld Hotel- und Gaststättenwesen. Elias Voigt, Silas Hannemann und Josephin Bierstedt dürfen sie mit dem Schulleiter Helmut Thiel schon einmal in Augenschein nehmen. Die drei Schüler sind gespannt auf die anderen Bereiche. Elias interessiert sich für Mechatronik, Silas für Mechanik und Josephin wird sich noch entscheiden, ob sie in der Mechatronik oder in der Robotik arbeiten möchte. "Auf keinen Fall in der Ökologie", sagt die 14-Jährige, "ich habe einfach keinen grünen Daumen."

Für die berufsvorbereitenden Werkstätten wurde die ehemalige Turnhalle komplett umgebaut. Von der Schule würde eine Überführung dorthin errichtet, an der Südseite steht ein Gewächshaus. Für das Projekt wurden 3,5 Millionen Euro investiert, 70 Prozent hat die Europäische Union übernommen, 30 Prozent der Landkreis.

In diesen Werkstätten können die 370 Gutenberg-Schüler neben den genannten Bereichen auch in der Werkstatt für Gas und Installation, für Medien, Pädagogik sowie Verwaltung und Schülerfirmen arbeiten. "Ich finde es gut, dass es solche Werkstätten ausgerechnet an unserer Schule gibt", sagt Elias. Die drei Achtklässler sind außerdem der erste Jahrgang, der an der Gutenberg-Schule, die als Gemeinschaftsschule arbeitet, das Abitur ablegen kann. Diese Möglichkeit wollen sie nutzen. Ob sie danach studieren oder eine Ausbildung beginnen, wissen die drei noch nicht. Schulleiter Helmut Thiel hofft auf jeden Fall, dass durch das Hineinschnuppern in verschiedene Berufsfelder die Wahl leichter fällt.

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