Brandbekämpfungen und das Bergen von Unfallopfern aus ihren Fahrzeugen bildeten zwei Schwerpunkte des Einsatzgeschehens der Freiwilligen Feuerwehr Ebendorf im Jahr 2014. Bilanz zogen die Kameraden während ihrer Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus.

Ebendorf l Hinter den aktiven Kameraden der Ebendorfer Ortsfeuerwehr liegt ein erfolgreiches Jahr 2014. Darauf verwies auf der Jahreshauptversammlung der stellvertretende Ortswehrleiter Carsten Horstmann in Vertretung des erkrankten Wehrleiters Lutz Pechbrett. Denn gegenüber 2013 ist die Zahl der Einsätze im Vorjahr von 53 auf 39 gesunken. Deutlich zurückgegangen sind auch die Technischen Hilfeleistungen von 23 (2013) auf 12. Was im Vorjahr aber zugenommen hat, das ist die Schwere der Unfälle. So war die Ebendorfer Wehr unter anderem beim tragischen Unfall auf der B 2 am 27. Juni gefordert, bei dem ein Mensch getötet wurde, "was die Kameraden zunehmend auch psychologisch belastet", so Carsten Horstmann.

Auch wenn die angestrebten Lehrgänge auf Landesebene ausfielen, haben die Ebendorfer die Möglichkeiten auf Kreisebene genutzt. Drei Kameraden, darunter auch Jugendwartin Ines Opitz, paukten bei der digitalen Sprechfunkausbildung, zwei belegten den Lehrgang zum Führen von Motorkettensägen und erneuert haben acht Feuerwehrleute die Ausbildung zum Atemschutzträger.

Nach der letzten Jahreshauptversammlung versprach Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff den Kameraden, dass mit der Auslieferung des neuen Löschfahrzeuges noch im ersten Halbjahr 2014 zu rechnen ist. Der Bürgermeister hat (fast) sein Wort gehalten. Am ersten Augustsonnabend des vergangenen Jahres wurde das Versprechen eingelöst.

Die Ebendorfer Wehr konnte ihr neues und so dringend benötigtes Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 20/30 in Besitz nehmen. Das Spezialfahrzeug verfügt neben einem 3000 Liter Tank über besondere technische Einbauten wie beispielsweise einen Generator mit 23 Kilowatt Leistung, einen Schaum-Wasserwerfer auf dem Dach und ein Überdruck-Pressluftatemgerät sowie einen Defibrillator und eine Wärmebildkamera.

Carsten Horstmann spendete der Gemeinde für diese Anschaffung noch einmal ein Lob und versicherte: "Wir sind stolz auf dieses Fahrzeug und beherrschen es". Vorausblickend erläuterte er, dass sich die Kameraden - insgesamt 49, darunter 30 in der Einsatzabteilung - zur 1050-Jahr-Feier der Ortschaft Ebendorf im Juni dieses Jahres einbringen werden und sich bereits heute Gedanken zum 90-jährigen Bestehen der Ebendorfer Wehr im kommenden Jahr machen.

Ebendorfs Ortsbürgermeister Manfred Behrens seinerseits bekräftigte seine Auffassung, dass für ihn auch künftig die Feuerwehr die Nummer 1 sei, "weil eure Arbeit ehrenamtlich ist und deshalb nicht hoch genug eingeschätzt werden kann". Unverständnis zeigten daher der Ortsbürgermeister und die Kameraden, dass im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Verwaltung die Zuzahlung zur Feuerwehrrente eingefroren hat.

Traditionell werden zum Abschluss der Jahreshauptversammlung Kameraden befördert und geehrt. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Christian Giffhorn befördert. Löschmeister sind fortan Steffen Wagner und Axel Pechbrett, während Carsten Horstmann zum Oberbrandmeister aufstieg. Für fünf Jahrzehnte Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Gerhard Wiersdorf geehrt. Eine Urkunde für 30 Jahre Feuerwehr erhielt sein Bruder Norbert Wiersdorf.