Wenn die Olbebrücke in der Straße "Zum Schloß" in Eichenbarleben einstürzt, wäre der Weg für manchen Einwohner abgeschnitten. Da sich am Gewölbe unter der Brücke schon deutliche Schäden erkennen lassen, ist der Handlungsbedarf groß.

Eichenbarleben l Der Zahn der Zeit hat an der Olbebrücke in der Straße "Zum Schloß" in Eichenbarleben schon kräftig genagt. Witterungseinflüsse wie Hochwasser und Frost haben zudem ganze Arbeit geleistet. Wie Ortsbürgermeister Detlef Binkowski sagt, ist die Brücke, die zwei Durchlässe hat, schon seit Jahren sehr kaputt. Bei einer seitlichen Betrachtung der Brücke sind die Schäden deutlich zu erkennen. Teile des Gewölbes des einen Durchlasses fehlen - sie sind schon vor längerer Zeit herausgebrochen.

Auch die Anwohner, die die Brücke rege nutzen, vermuten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis vielleicht die Brücke ganz einstürzt. "Beim Überfahren werden die Schläge auf das Gewölbe unten in der Brücke übertragen und das nimmt dadurch immer mehr Schaden", erklärt der Ortsbürgermeister und sieht dringenden Handlungsbedarf. Denn: Sollte die Brücke einstürzen, wäre für einige Bewohner zumindest der Zulieferverkehr mit größeren Fahrzeugen gekappt. Diese Autos müssen hier entlangfahren, da die zweite mögliche Zufahrt über den Parkring am Schloss für sie nicht nutzbar ist. Die Durchfahrtshöhe der dortigen Schlossscheune ist zu gering, auch wenn die Zufahrt dort nicht - wie jetzt - aufgrund einer Beschädigung nur eingeschränkt möglich ist.

Flickarbeiten sind keine dauerhafte Lösung

Anwohnerin Heike Müller brachte das Problem mit der schadhaften Brücke deshalb auch in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Hohen Börde zur Sprache. Die dabei angemahnten Straßenreparaturarbeiten auf der Olbebrücke sind inzwischen erfolgt. Der Bauhof der Gemeinde hat die Löcher ausgebessert. Dennoch ist der Allgemeinzustand nach wie vor kritisch. Schon vor längerer Zeit wurde die Durchfahrtsbreite der Straße um etwa zwei Meter eingeschränkt und die Geschwindigkeit an dieser Stelle herabgesetzt. Die in der Breite eingeschränkte Fahrbahn wurde bisher immer nur notdürftig repariert und war dann stets nach kurzer Zeit, wie auch in diesem Winter wieder, schnell ausgefahren. Schließlich nutzen auch schwere Fahrzeuge wie Müllautos, Rübenlaster oder die Traktoren der Landwirte diese Brücke regelmäßig.

Eine Lösung könnte, so weiß Detlef Binkowski, das sogenannte Bodenneuordnungsverfahren "Eichenbarleben - Olbe" bringen. In diesem Rahmen plant die Teilnehmergesellschaft einen neuen Wege- und Gewässerplan für einen 2000 Hektar großen Bereich zwischen Eichenbarleben, Ochtmersleben und Mammendorf zu erarbeiten.

Verfahren wäre eine eher langfristige Sache

Somit sollen unter anderem neue Wege für die Landwirte konzipiert werden. Zudem sind Wasserbauwerke, wie beispielsweise die Olbebrücke in der Straße "Zum Schloß" Teil dieses Bodenneuordnungsverfahrens. "Das wäre aber erst auf langfristige Sicht zu erledigen", erklärt Detlef Binkowski.

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