Bundesweit haben Ausstellungshäuser am Sonntag den 38. Museumstag gefeiert. In Wolmirstedt durften sich Besucher an diesem Tag kostenfrei die fünf Dauerausstellungen und die neue Sonderausstellung anschauen.

Wolmirstedt l Unter dem Motto "Museum. Gesellschaft. Zukunft" haben Ausstellungshäuser in ganz Deutschland am Sonntag den 38. Museumstag gefeiert. Das Wolmirstedter Museum auf der Schlossdomäne öffnete für Besucher an diesem Tag kostenfrei. Bereits am Vormittag nutzten die ersten 30 Gäste die Gelegenheit, sich die fünf Dauerausstellungen und die vor gut einer Woche eröffnete Sonderausstellung "Der Krieg ist vorbei!" zum Nulltarif anzuschauen.

Alte Handwerksberufe werden vorgestellt

Die verschiedenen Schauen mit vielfältigen Exponaten verteilen sich auf zwei Etagen. Unten sind drei Dauerausstellungen zu sehen: Eine dreht sich thematisch um die Schlossdomäne und die dort angestellten archäologischen Grabungen. Eine weitere stellt historische Handwerksberufe - darunter Stellmacher, Sattler und Schmied - in nachgebauten Handwerksstuben originalgetreu vor. In der dritten dauerhaften Ausstellung im Untergeschoss geht es um die Geschichte von Wolmirstedt, "die mit der Ersterwähnung beginnt und sich mit der Entwicklung der Stadt bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts beschäftigt", erläutert Museumsmitarbeiterin Susanne Oehme, die die Besucher am Sonntag im Museum begrüßte.

Küchenhorn-Ausstellung eignet sich gut für Kinder

In der oberen Etage geht es mit einer Dauerausstellung zum Naturgebiet Küchenhorn weiter. "Anhand der Jahreszeiten wird Kindern der Lebensraum Küchenhorn nähergebracht", sagt Susanne Oehme. Es werde erklärt, welche Tiere in der Umgebung leben. Diese Schau eigne sich auch gut für Kindergartengruppen und Schulklassen.

Im Raum nebenan wird anhand von Schautafeln, Gegenständen aus der damaligen Zeit sowie alten Fotos und Schriftdokumenten das Ende des zweiten Weltkrieges im Altkreis Wolmirstedt beleuchtet. Die Sonderausstellung beschäftigt sich mit der Befreiung, Besatzung und Bodenreform in der Region und zeigt die Folgen auf. "Die amerikanischen Truppen rücken auf Wolmirstedt zu. Letzte sinnlose Versuche, den Einmarsch zu verhindern, werden von Mitgliedern der Hitlerjugend und alten Männern unter Anleitung des NSDAP-Kreisleiters unternommen. Nach einem kurzen Gefecht nehmen die Amerikaner am 13. April 1945 Wolmirstedt ein", heißt es auf dem Flyer zur Ausstellung. Sie ist noch bis zum 31. Januar 2016 zu sehen.

Bodenstoffe beeinflussen Entwicklung der Industrie

Schließlich warten auf die Besucher auch noch drei weitere Ausstellungsräume, in denen die geologischen Begebenheiten im Landkreis Börde näher betrachtet werden. Über das Vorkommen und die Entstehung von hiesigen Bodenstoffen wird informiert und erklärt, welche Industrien sich daraus in der Region entwickelt haben.

Das Museum ist von dienstags bis donnerstags sowie an Sonntagen jeweils von 9 bis 12Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter http://elbe-ohre-heide.de/museum-wolmirstedt.

 

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