Wolmirstedt. Für den 27. Januar lädt der NABU zu einem Vortrag über den Zustand der Ohre in der Umgebung von Wolmirstedt und über die Projekte des NABU zur Renaturierung der Ohre ein. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Bildungs- und Freizeitzentrum in der Triftstraße 6.

Die Ohre, so wird zu erfahren sein, spielt heutzutage kaum noch eine Rolle für die Wirtschaft und Industrie in der Stadt Wolmirstedt, dennoch wird gerade beim derzeitigen Hochwasser wieder einmal deutlich, dass dieses Gewässer durchaus für die Stadt Wolmirstedt von Bedeutung ist.

Die Ohre ist für das Ortsbild der Stadt und für die Naherholung der Wolmirstedter sehr wichtig. Andererseits bestehen für die Stadt Wolmirstedt und die hier lebenden Menschen auch einige Verpflichtungen, die Schäden und Beeinträchtigungen an diesem Gewässer, die sich in Folge der jahrhunderte langen intensiven Nutzung ergeben haben, zu beseitigen und die Ohre zu einem naturnahen Fluss zu entwickeln.

Natura 2000

Die Ohre ist ein Teil des Schutzgebietsnetzes der Europäischen Union mit dem Titel "Natura 2000". Außerdem schreibt die europäische Wasserrahmenrichtlinie vor, alle Gewässer bis zum Jahr 2015 in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Diese europarechtlichen Regelungen sind inzwischen auch im deutschen Recht verankert. Welche Pflichten, aber auch welche Chancen und Möglichkeiten sich daraus für die Anlieger der Ohre ergeben und welchen Beitrag der NABU als in dieser Region tätiger Naturschutzverband leistet, soll an diesem Abend vorrangig vorgestellt werden.

Dazu werden Yves Bloege und Jörg Brämer anhand von Fotos und Grafiken die grundlegenden Informationen liefern. Anschließend werden beide Referenten für Fragen und Hinweise zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.