Wer bis zu den Sommerferien bei der Ebendorfer Bäckerei Ostendorf ein "Florians Brot" kauft, spendet damit 20 Cent direkt an die Jugendfeuerwehr. Denn der Nachwuchs nimmt seit Sonnabend an einer bundesweiten Kooperation zwischen deutschen Bäckern und dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) teil.

Meitzendorf. In der Ortschaft macht seit Jahren ein Sprichwort die Runde: "Wer in der Jugendfeuerwehr ist, ist gut aufgehoben." Und Jugendwart Bernd Heuer sagt auch warum: "Für die zukünftige Sicherstellung des Brandschutzes und der Hilfeleistung ist Nachwuchsarbeit bei den Feuerwehren unabdingbar."

Das sah offensichtlich nicht nur der Jugendwart so, deshalb wurde vor gut zehn Jahren (August 2001) in Meitzendorf wieder eine Jugendabteilung aufgebaut. Wie heißt es umgangsprachlich in Meitzendorf: "Diese Idee zündete!" Und Zahlen belegen es nachdrücklich. Erst recht, nachdem der umtriebige Jugendwart Bernd Heuer noch die Kinderfeuerwehr ins Leben rief, die auf den vielsagenden Namen "Brandfüchse" hört, und seit 2009 von der Pädagogin Corinna Schreiber betreut wird. Wobei die Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis neun Jahren fast spielerisch für das Thema "Feuerwehr" sensibilisiert werden.

Heute wird Feuerwehr in der Ortschaft regelrecht gelebt, denn neben den fast 30 aktiven Einsatzkräften engagieren sich inzwischen über 20 junge Brandhüter in der Hilfsorganisation. Und der Zuspruch nimmt stetig zu.

Dieser Prozess war kein Selbstläufer, auch nicht in Meitzendorf. Denn so eine Wehr, und ist sie noch so klein im Sinne von jung, sie kostet Geld. Aber in der Ortschaft denkt man weiter: Zur Unterstützung gerade der Kinder- und Jugendfeuerwehr wurde vor fünf Jahren ganz bewusst der Förderverein der Ortsfeuerwehr Meitzendorf e.V. gegründet. Mit dem Ziel, vor allem Sponsoren mit ins Boot zu bekommen, damit die umfangreichen und vielfältigen Aktivtäten der Heranwachsenden gefördert werden können. Sei es bei der Ausbildung selbst, oder bei Wettkämpfen, bei denen der Nachwuchs stets eine gute Figur abgab, aber auch auf Ausflügen, die vor allem den Zusammenhalt bringen.

Und eine der Hauptsponsoren, die ein Herz für den Feuerwehrnachwuchs hat, ist Bäckermeisterin Kerstin Ostendorf, auch, "weil ich sehr großes Potenzial in der Nachwuchsförderung sehe".

Deshalb führte sie in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Ortsfeuerwehr Meitzendorf jetzt in ihrer Bäckerei das "Florians Brot" ein. Übrigens: Die Idee zum Namen Florians Brot kam nicht von ungefähr: Florian gilt sowohl für die Feuerwehr wie auch für die Bäcker seit jeher als der Schutzpatron.

"112 – sei dabei!" Mit diesem griffigen Slogan, auch wenn er nicht gleich auf die schmackhafte Aktion schließen lässt, machen bundesweit Bäckereien Nachwuchswerbung für die Feuerwehren. Zahlreiche Bäckereien bieten inzwischen "Florians Brot" an und unterstützen damit die Nachwuchsgewinnung der Feuerwehren.

Die Aktion des Deutschen Feuerwehrverbandes läuft schon einige Wochen, wobei je 20 Cent pro verkauftem Brot an den Feuerwehrnachwuchs gespendet wird. Und das hat noch etwas Positives: "Durch die Urgetreidesorten Dinkel, Roggen, Einkorn und Emmer ist das Brot besonders umweltfreundlich", wissen Kerstin Ostendorf sowie Sohn und Bäckergeselle Marcus. Die Aktion bei der Bäckerei und Konditorei Möhring läuft erstmal bis zum Sommerurlaub, verriet Frau Ostendorf bei der Übergabe "des Brotes".