Zum Jahreswechsel befragte Burkhard Steffen die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden der bisherigen Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Heide. Heute Alfred Bühnemann, bisheriger Bürgermeister der Gemeinde Angern. Alfred Bühnemann ist auch Bürgermeister der am 1. Januar aus Angern, Bertingen, Mahlwinkel, seinem Ortsteil Zibberick und Wenddorf gebildeten Gemeinde Angern

Volksstimme : Was betrachten Sie als die wichtigsten Ereignisse in Ihrer Gemeinde im Jahr 2009 ?

Alfred Bühnemann : Ein besonderes Ereignis, allerdings in negativer Hinsicht, war für die Gemeinde Angern die abgewiesene Verfassungsbeschwerde gegen die Gemeindegebietsreform vor dem Landesverfassungsgericht.

Im abgelaufenen Jahr gab es aber noch zahlreiche positive Höhepunkte, beispielsweise auf kulturellem oder sportlichem Gebiet. Dazu zähle ich unter anderem das Osterfest der Freiwilligen Feuerwehr, den traditionellen Volkssporttag am 1. Mai, das zweitägige Reit- und Springturnier, den Weihnachtsmarkt unserer Blaskapelle, den Sportlerball des Sportvereines Angern, die Heide-Elbeland-Schau und das zum zweiten Mal organisierte Chorprojekt.

Ein Höhepunkt für die Kameraden unserer Feuerwehr war ganz gewiss die Indienststellung eines neuen Einsatzfahrzeuges. Weitere Investitionen sind uns mit Hilfe des Konjunkturpaketes II gelungen. So wurde in der Grundschule eine neue Heizungsanlage installiert und die Kindertagesstätte bekam einen neuen Anbau, um den gestiegenen Bedarf im Kleinstkinderbereich zu bewältigen.

Weiterhin haben wir die Kirchengemeinde unterstützt. So hat die Gemeinde Angern die Generalreparatur der Orgel finanziert und die Sanierung der Dachkonstruktion finanziell begleitet. Das gilt auch für die erforderlichen Arbeiten zur Sanierung der Kirchturmspitze, die Ende des vergangenen Jahres begonnen haben.

Volksstimme : Was erwarten Sie für Ihre Gemeinde im Jahr 2010 ?

Alfred Bühnemann : Im Zuge der Gemeindegebietsreform bilden die Orte Angern, Bertingen, Mahlwinkel, Wenddorf und Zibberick die neue Gemeinde Angern in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide. Sehr wichtig ist das Zusammenfinden der Ortschaften unter Wahrung der Traditionen und Besonderheiten der einzelnen Orte. Die funktionierenden Strukturen dürfen nicht zerstört werden und die vorhandene Qualität der Betreuung darf nicht sinken.

Es sind die Voraussetzungen zu schaffen, den Menschen die Möglichkeit zu geben, aktiv in der Kommunalpolitik ihren Beitrag zu leisten - zur Entwicklung unserer neuen Gemeinde. Es ist von Bedeutung, dass es für jeden Bürger einen kompetenten Ansprechpartner in seinem Ort gibt und die Lebensqualität erhalten bleibt.

Volksstimme : Wo sehen Sie die Schwerpunkte für Ihre Gemeinde nach der Umsetzung der Gemeindegebietsreform ?

Alfred Bühnemann : Schwerpunkte werden sich erst ergeben, wenn der neue Gemeinderat auf der Grundlage eines ausgeglichenen Haushaltes die weitere Entwicklung festlegt.