Haldensleben. Drei Tage vor der Bundestagswahl durften zahlreiche Schüler am Professor-Friedrich-F örster-Gymnasium bereits ihrer politischen Meinung Ausdruck verleihen und im Rahmen der Juniorwahl ihre Stimme abgeben. Hinter der vorgezogenen Wahl steckt eines der größten Schulbildungsprojekte der Bundesrepublik.

Die Schüler der Klassen 8 bis 12 wurden im Sozialkundeunterricht auf die Juniorwahl vorbereitet. " Sie haben alles über Parteiprogramme, Bundestagswahl sowie Erst- und Zweitstimme erfahren ", so Dagmar Rossmüller vom Fachbereich Sozialkunde. So setzten sich die Schüler bereits im Vorfeld mit Politik, Wahlen und Demokratie auseinander. Wie bei der " echten " Wahl erhielten alle Schüler zuvor eine Wahlbenachrichtigung, die sie ausfüllen mussten.

" Die Wahl ist aber freiwillig, niemand wird gezwungen, seine Stimme abzugeben ", klärte die Sozialkundelehrerin die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld der Wahl auf. Der Leseraum in der Bibliothek wurde zum Wahllokal umfunktioniert, so dass am Mittwoch und Donnerstag die Klassen an der Juniorwahl teilnehmen konnten.

Dazu gehörte auch, dass ein Wahlvorstand aus jeder Klasse ernannt wurde. Dieser half beim reibungslosen Ablauf. Die Schüler erhielten dabei jedoch keine Wahlzettel, sondern setzten sich an den Wahlcomputer, wo sie per Mausklick ihr " Kreuzchen " machten. 378 Schüler und Schülerinnen gaben so ihre Stimme ab. Auf das Ergebnis der Online-Wahl müssen die Jugendlichen jedoch noch etwas warten : Es darf nicht vor dem regulären Wahlsonntag um 18 Uhr bekannt gegeben werden.