Die Ortswehrleitung der Freiwilligen Feuerwehr Nutha zog Jahresbilanz am Wochenende. Die junge Feuerwehr sieht sich gut aufgestellt für die Zukunft, schätzt Ortswehrleiter Thomas Mücke ein.

Nutha l Die Feuerwehrleute in Nutha wurden im zurückliegenden Jahr oft in Anspruch genommen. 27 Einsätze zählt die Einsatzstatistik für 2013 auf. Nicht mitgerechnet ist dabei das Hochwasser. Allein sechsmal beschäftigte eine Brandmeldeanlage die Blauröcke. Viermal rückten sie zur Beseitigung von Sturmschäden aus. Technische Hilfe musste die kleine Feuerwehr fünfmal leisten. Und bei zwölf Einsätzen ging es um das Löschen eines Brandes, zählte Ortswehrleiter Thomas Mücke am Sonnabend auf. Im Durchschnitt fanden sich mehr als neun Feuerwehrleute bei jeder Alarmierung ein. Damit steht statistisch in der Ortschaft eine Gruppe für die Feuerwehreinsätze zur Verfügung, hatte der Ortswehrleiter ausgerechnet.

Bei den 20 Dienstveranstaltungen im Jahr beteiligten sich im Schnitt jeweils rund 13 Kameraden. An der jährlichen Einsatzübung im Oktober fuhren 16 Feuerwehrleute mit.

Knapp eine Woche waren die Nuthaer im Hochwassereinsatz. Der Ortswehrleiter konnte bei seiner Jahresbilanz aber nicht vergessen, dass ihn die zögerliche Alarmierung seiner Feuerwehr überrascht hatte. Er hätte damit gerechnet, dass die personalstärkste Wehr intensiver in die Hochwasserabwehr eingesetzt werde, meinte er. Rückblickend habe sich die Wehr über Arbeit im Hochwasser aber nicht beklagen können, wurde er versöhnlich.

Im Dezember übernahmen die Nuthaer das Feuerwehrgerätehaus in Hohenlepte. Damit wurde der Standort nicht aufgegeben. Die Nuthaer Feuerwehrleute besetzen das dort stehende Einsatzfahrzeug nun bei den Alarmierungen mit. Noch sei dies etwas ungewöhnlich, weil die Feuerwehrleute einen weiteren Weg zurücklegen müssen, schätzt der Ortswehrleiter ein. Dennoch hofft er, dass sich in Zukunft wieder Bürger in Hohenlepte finden, die in der Feuerwehr mitarbeiten wollen.

In der Ausbildung kamen die Nuthaer im zurückliegenden Jahr ebenfalls voran. Drei Kameraden schlossen die Truppmannausbildung ab. Zwei weitere Feuerwehrleute konnten den Truppführerlehrgang erfolgreich absolvieren. Daneben beschäftigten sich die Kameraden in Lehrgängen mit dem Funk, dem Atemschutz sowie der Technischen Hilfe bei Bahnunfällen. Vier Feuerwehrleute besuchten zudem die Feuerwehrschule in Heyrothsberge. "Die Lehrgänge verstärken unsere Einsatzstärke und Qualität weiterhin", freute sich Thomas Mücke.

Auf der Tagesordnung für 2014 stehe für die Feuerwehr die Mitgliedergewinnung, sagte er weiter. "Die Mitgliedergewinnung ist eine Aufgabe jedes Einzelnen hier in der Wehr und mit eurer Hilfe und Transparenz können wir es sogar schaffen zu zeigen, dass wir eine tolle Truppe sind", ermunterte er seine Kameraden auch mal die Nachbarn anzusprechen.

Ausbildungstechnisch will der engagierte Ortswehrleiter seine Kameraden weiter voranbringen und motivieren. Anstatt der jährlichen Übungen soll in diesem Jahr ein Ausbildungszeltlager durchgeführt werden. In aller Ruhe sollen die Feuerwehrleute dabei ihr Wissen in der Handhabung der Einsatztechnik vertiefen können, kündigte er an. Die Stadtfeuerwehr Zerbst sammelt seit Jahren gute Erfahrungen bei ihren Ausbildungswochenenden.

Verbessern soll sich aber auch die Infrastruktur in Nutha, was den abwehrenden Brandschutz angeht. Die Feuerwehr hätte hier im Ernstfall das Problem, nicht über ausreichend Löschwasser innerhalb der Besiedlung zu verfügen. Da die Einsatzfahrzeuge ebenfalls nicht ausreichend Löschwasser mitführen, sind die Feuerwehrleute im Ernstfall auf die Infrastruktur angewiesen. Ein Löschwasserteich, wies der Ortswehrleiter hin, soll demnächst für ausreichend Wasser sorgen.