Das alljährliche Schulfest ist für viele Francisceer von heute und früher ein wichtiger Termin im Jahr. Ehemalige Schüler nutzen den Tag, um sich nach langer Zeit wieder zu sehen. Und schon bald hat das Gymnasium ein paar Ehemalige mehr.

Zerbst l Für die Schüler der zwölften Klassen endet mit dem heutigen Freitag ihre Unterrichtszeit. Zwölf Jahre büffeln, pauken und schwitzen haben sich bezahlt gemacht und zum Abitur geführt.

Gepaukt und gebüffelt wurde hinter den Mauern des altehrwürdigen Klosters schon vor 211 Jahren. Seit dem Jahr 1803 wird das historische Gebäude als Gymnasium genutzt. Wer im Jahr 1964 sein Abitur am Francisceum abgelegt hat, feiert in diesem Jahr sein 50. Jubiläum. Für diese Ehemaligen hat der Förderverein der Schule eine besondere Veranstaltung für den Sonntagabend des Schulfestwochenendes geplant. "Auf den Schulball verzichten wir schon seit einigen Jahren", erklärt Fördervereinsvorstand Torsten Huß. "Dafür fehlte der richtige Zuspruch. Wir wollen es stattdessen lieber etwas ruhiger angehen lassen und haben deshalb einen Abend der Begegnung für die aktuellen und ehemaligen Schüler vorbereitet."

Organisiert wird das Programm für das Schulfest vom Förderverein der Schule, der zur Zeit über die recht stolze Zahl von 438 Mitgliedern verfügt. "Die meisten leben nicht mehr in Zerbst", sagt Torsten Huß. Nur ein Drittel, um die 150 Mitglieder, lebe nach seiner Schätzung noch in der Nähe. Viele Ehemalige fühlten sich der Schule aber nach wie vor sehr verbunden und würden deshalb auch ihre Mitgliedsbeiträge immer pünktlich zahlen. "Zu vielen haben wir allerdings gar keinen Kontakt mehr", so der Geschichts- und Lateinlehrer Huß.

Die Mitgliedsbeiträge werden für verschiedene Anlässe gebraucht. So werden am Francisceum schon seit vielen Jahren historische Bücher restauriert. Ein Film über das Francisceum konnte in der Vergangenheit über die Mitgliedsbeiträge finanziert werden. Demnächst solle dann ein Satz Laptops angeschafft werden.

Dass sich ehemalige und aktuelle Schüler kennenlernen können, ist am Gymnasium eine wichtige Angelegenheit. Das Schulfest bietet dafür einen ungezwungenen und zur selben Zeit doch festlichen Rahmen.

Aktuellen Schülern kann Lehrer Torsten Huß vor allem den Freitag empfehlen: "Der Projekttag gibt Impulse von außen. Die Schüler bekommen die Gelegenheit, mit Experten eines Fachbereiches ins Gespräch zu kommen." Für die Fünftklässler interessant: Am Projekttag werden die drei möglichen zweiten Fremdsprachen Französisch, Russisch und Latein von den Fachlehrern vorgestellt. Die Wahl eines der drei Fächer ist ab der sechsten Klasse Pflicht.