Die Sternsinger der evangelischen Kirchengemeinde St. Laurentius und der katholischen Kirchengemeinde St. Marien aus Loburg haben am Wochenende eine erfolgreiche Sammelaktion absolviert. Die Teilnehmer trafen auf großes Verständnis in der Bevölkerung. Fast 1000 Euro kamen zusammen.

Loburg (am/szs). Die Sammelbüchsen der Sternsinger der Kirchengemeinden St. Laurentius und St. Marien waren ganz schön schwer. Zwei Tage lang waren 17 kleine Kaspars, Melchiors und Balthasars mit fünf erwachsenen Begleitern und einer Erwachsenengruppe in Loburg und Umgebung unterwegs zu den Menschen. Unzählige Male hatten sie ihre Lieder gesungen und "20*C+M+B*11", Christus Mansionem Benedicat, über zahllose Türen geschrieben. Doch das Ergebnis ihres Engagements konnte sich sehen lassen: 952,53 Euro kamen bei der Sammlung in Loburg zusammen, die für Not leidende Kinder in aller Welt bestimmt sind. Damit konnte das schon sehr gute Ergebnis des Vorjahres sogar noch einmal übertroffen werden.

"Das macht richtig Spaß", freute sich die achtjährige Johanna, "So können wir besonders den Kindern in Kambodscha helfen." Religions- pädagogin Susanne Zech-Struz freute sich über den ökumenischen Einsatz der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus beiden Kirchengemeinden: "Das Dreikönigssingen ist eine ganz außergewöhnliche Aktion. Kinder und Erwachsene setzen sich zusammen für eine gerechtere Welt ein und scheuen dabei keine Mühen, noch Kälte und Schnee."

Bundesweit beteiligen sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 53. Aktion Dreikönigssingen. 1959 wurde die Aktion gestartet, die inzwischen das weltweit größte Solidaritätsprojekt ist, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Es wird getragen vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 2400 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

Mit dem Leitwort "Kinder zeigen Stärke" wollen die Mädchen und Jungen deutlich machen, dass auch Kinder mit einer Behinderung in den so genannten Entwicklungsländern immer wieder neu Stärke zeigen. Ohne Beine Fußballspielen? Ohne Hände schreiben? Im Rollstuhl tanzen? In Kambodscha, dem Beispielland der 53. Aktion Dreikönigssingen, zeigen Kinder, dass genau diese Dinge möglich sind! Sie machen deutlich, dass man mit einer Behinderung fast alles erreichen kann, wenn man die nötige Unterstützung bekommt.

In den so genannten Entwicklungsländern fehlt es jedoch meist genau daran und an Konzepten für gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung. Förderschulen gibt es kaum – erst recht nicht in ländlichen Gebieten, wo oft der Großteil der Bevölkerung lebt. In armen Ländern haben Kinder und Erwachsene mit einer Behinderung oftmals keine Chancen auf eine Schulbildung oder bezahlte Arbeit. Die meisten führen ein Leben in Ausgrenzung und Armut. Darauf wollen die Sternsinger mit ihrem Engagement hinweisen. Und auch sie zeigen Stärke, wenn sie sich für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt einsetzen. Kinder in gut 110 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Sternsinger-Aktion unterstützt werden.

Am 6. Januar waren die Sternsinger noch einmal im Gottesdienst im evangelischen St. Laurentius-Gemeindehaus zu erleben und schließlich noch beim Neujahrsempfang der katholischen St. Marien-Gemeinde Loburg. Das behaglich warme Gemeindehaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die als die Heiligen Drei Könige verkleideten Jungen und Mädchen noch einmal ihre Lieder sangen und ihre guten Segenswünsche für das Neue Jahr überbrachten. Anschließend gab’s für alle Kaffee und Kuchen, und besonders die Sternsinger freuten sich über ihre Süßigkeiten, die sie – nun gerecht aufgeteilt – erhielten.

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