Am Muttertag, dem 11. Mai, heißt es zum dritten Mal "Handwerk öffnet Gartentüren". An sechs Stationen in der Elbaue sind Besucher in geöffnete Werkstätten und Gärten eingeladen, sich inspirieren zu lassen.

Gödnitz l "Ich hatte schon Besucher aus Bremen in meinem Garten", erzählte Katrin Fahle aus Gödnitz. Die Kerzenmacherin und der Töpfer Detlef Leps aus Kämeritz sind die Initiatoren der Aktion "Handwerk öffnet Gartentüren". Gute, ja schöne Erfahrungen haben sie in den ersten beiden Jahren gemacht. So war es auch in diesem Jahr kein Problem, Mitstreiter zu finden. Interessenten fragen inzwischen schon nach.

Der Tag in der Elbaue ist auf Radausflügler zugeschnitten, natürlich können die einzelnen Stationen auch mit dem Auto angefahren werden. Von Dornburg über Gödnitz, Flötz, Walternienburg bis nach Kämeritz oder in umgekehrter Richtung führt die Tour. Sechs Anlaufstellen, sechs verschiedene Gärten warten auf die Gäste. Der Muttertag hat sich als fester Termin bewährt. "Viele haben wirklich die Muttis geschnappt", so Katrin Fahle, die sich erinnert, dass die ersten schon vor 10 Uhr vor der Tür standen.

Um 10 Uhr geht es auch diesmal los. Bis 17 Uhr sollten die Besucher durch sein. Es sei spannend und interessant, was da für Leute unterwegs sind, schwärmt Katrin Fahle, bei der man an dem Tag zwar einen Blick in die Werkstatt werfen kann, aber vor allem die Idylle des zum Gödnitzer See abfallenden Gartens genießen kann. Ein paar Bauerngartenpflanzen und Selbstgebackenes gibt es obenauf.

Der alte Pfarrgarten in Dornburg ist zum ersten Mal mit von der Partie. Einige Frauen aus Dornburg haben ganz gezielt daran gearbeitet, bei der Aktion mitzumachen, konnte Detlef Leps berichten. Vor Ort wird es Angebote einer Schülerfirma geben.

In Sachen Besucher sind die Walternienburger derweil Profis. Trotz Hochwasserkatastrophe wurden im vergangenen Jahr 11 000 Besucher gezählt, nannte Peter Strauß die Zahlen. Die Burganlage ist eine Attraktion für sich. Führungen im Turm mit Ausblicken in die Elblandschaft sind möglich. Für das leibliche Wohl wird der Heimatverein sorgen, kündigte der Vorsitzende Klaus-Dieter Kunze an.

Kaffee und Kuchen wird es auch bei Carmen Kühnel geben, die ebenfalls in Walternienburg den Innenhofgarten ihrer Pension präsentiert. Einen Ruck mitzumachen, hat sich Petra Leps gegeben. Naturnah geht es bei ihr sowohl im bäuerlichen Nutzgarten als auch im Kräuter- und Duftgarten in Flötz zu. Mit allen Sinnen können die Gäste Erkundungen anstellen. Wissenswertes gibt es außerdem zur Landwirtschaft allgemein und zu den Getreidearten. Imker Walter Friedrich wollte sich mit seinen Produkten ebenfalls einbringen.

Selbst töpfern wird Detlef Leps am Gartentag nicht, seine Produkte kann man sich dennoch anschauen und dem Töpfer Fragen stellen. Dafür wird Rüdiger Schmidt aus Zerbst Mosaikarbeiten auf dem Gelände der Töpferei in Kämeritz demonstrieren. Eine kleine Ausstellung mit Arbeitsergebnissen gehört dazu und wer darauf brennt, darf selber probieren, verriet Detlef Leps. Er und seine Mitstreiter freuen sich auf viele interessierte Besucher, die sich gerne Anregungen für die eigenen Gärten zu Hause holen können.

Infos unter www.kerzeria.de oder www.toepferei-leps.de