Zerbst l Zum vorerst letzten Mal hat sich die Versicherung Barmer GEK finanziell für die Verleihung des Deutschen Sportabzeichens in Schulen engagiert. "Die Zusammenarbeit war gut, ich bedauere diesen Schritt", sagt Barmer-Niederlassungsleiterin Anja Schlegel. Die Krankenkasse habe eigene sportliche Aktivitäten, die sie nun stärker fördern wolle.

In vorigen Jahr haben die Schüler der Grundschulen Dobritz, Walternienburg, Stadtmauer und Astrid-Lindgren klassenweise an dem Sportabzeichenschulwettbewerb teilgenommen. Dazu kamen die Schüler der Förderschulen Heidetor und Güterglück. Jetzt haben die Teilnehmer ihre Urkunden für den sportlichen Einsatz erhalten.

Jede teilnehmende Schule hat dafür pauschal eine Prämie von 25 Euro bekommen. Pro teilnehmendem Schüler gibt es noch einmal eine Sonderprämie von 50 Cent. Knapp unter 20.000 Euro liegt die Summe, die in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt von der Barmer für das Sportabzeichen ausgegeben wurde. Von den Zerbster Schulen schnitt die Grundschule Dobritz am besten ab.

Im bundeslandweiten Vergleich landete sie auf einem soliden 21. Platz. Knapp dahinter lag die Grundschule Walternienburg, die es auf den 23. Platz schaffte. Die Grundschulen an der Stadtmauer und Astrid Lindgren liegen weiter hinten auf den Plätzen 43 und 44.

In dem Wettbewerb werden Schüler in fünf verschiedenen Disziplinen geprüft. Je nach Alter müssen sie zum Beispiel eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Zeit schwimmen, oder sie müssen eine Kugel über eine bestimmte Weite hinaus stoßen. Doch der Wettbewerb um das Sportabzeichen ist nicht nur etwas für Schüler, wie Stefan Kutschbach vom Kreissportbund (KSB) erklärt: "Jeder kann das Abzeichen machen." Ansprechpartner für die Abnahme der Disziplinen seien Vereine, die Bundeswehr sowie Polizei oder Feuerwehr. Diese Stellen hätten in der Regel die dazu nötige Lizenz.

Neuer Sponsor ist bereits im Gespräch mit dem KSB

Kutschbach würde sich wünschen, dass die beteiligten Schulen trotz des nun weggefallenen Sponsors miteinander in Kontakt blieben und weiter am sportlichen Ehrgeiz festhielten. Derzeit sei der KSB schon mit möglichen Nachfolgesponsoren im Gespräch, um den Ausfall der Barmer GEK zu kompensieren. "Wir sind sehr hoffnungsvoll, eine andere Krankenkasse wird wahrscheinlich einspringen, aber etwas Konkretes gibt es hierzu noch nicht zu vermelden", so Kutschbach.