Im vergangenen Jahr feierten einige Dörfer um Zerbst 800 Jahre und in diesem Jahr die nächsten. Jetzt war Pulspforde an der Reihe.

Pulspforde l Dass keine Feier der anderen gleicht, das gefällt auch dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann. "Jeder Ort hat seinen ganz eigenen Charakter und Charme", sagte er in seinem Grußwort an die Pulspforder und Gäste. Daran ändere auch eine Eingemeindung nichts und das, was den Charakter der Dörfer ausmache, werde man ihnen auch künftig nicht wegnehmen können.

Zum Dorfgemeinschaftshaus waren zunächst alle Festgäste am Freitagabend geladen. Eine neue Dorfeiche wurde gepflanzt. Ortsbürgermeister Edgar Petermann und Bürgermeister Andreas Dittmann griffen zum Spaten, Ortswehrleiter Achim Heyer und Magdalena von Servesta, die Butterjungfer war von ihrer Säule in Zerbst gestiegen, halfen mit, dem jungen Bäumchen einen Halt in der Erde zu geben. Die 300 Jahre alte Eiche, die vorher dort stand, war im vergangenen Jahr ihrer Gesundheit zum Opfer gefallen und musste gefällt werden. Nun soll die neue Eiche heranwachsen, die nächsten 300 Jahre überdauern, Symbol, das sich auch im Ortswappen wiederfindet, für nachfolgende Generationen sein und an das Jubiläum, an das vergangene Wochenende erinnern.

Zum Enthüllen eines Gedenksteines nahm sich Edgar Petermann die Geschwister Tom und Lea Hanebutte, den Nachwuchs des Dorfes, hinzu, um das rote Tuch zu lüften. Während Baum und Stein in die Zukunft gerichtet sind, wurden Blicke in die Vergangenheit durch eine Ausstellung zur Dorfgeschichte möglich. Aufzeichnungen und Fotos, alte Kirchenbücher, das alte Kreuz vom Kirchturm, ein Kelch aus dem 17. Jahrhundert und viel mehr hatte Christiane Schmidt mit viel Mühe zusammengestellt. Auch die Originalfahne des Männergesangsvereins Pulspforde/Bonitz, den es einmal gab, war zu sehen. Der erlebte eine kurze aber eindrucksvolle Auferstehung, aber dazu lesen Sie ein anderes Mal mehr...

 

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