Wo man singt, da lass` dich nieder ... - in Pulspforde wurde anlässlich der 800-Jahrfeier gesungen. Eigens zum Jubiläum wurde der Männergesang-Verein wieder zum Leben erweckt.

Pulspforde l Pulsphonia I.G. - 25 Herren machten mit - der Nachfolgechor sollte an alte Traditionen in Pulspforde erinnern. "Es war eine spontane Idee", erzählte Christiane Schmidt, die im Vorfeld des Festes sich mit der Historie des Dorfes auseinandergesetzt hat. Da kam eines zum anderen - die noch vorhandene Originalfahne des Männer-Gesangsvereins, der 1886 gegründet wurde und etwa 50 Jahre bestand, und ein mehrfach existierendes Foto des Chores.

Christiane Schmidt forderte die Männer des Dorfes auf, sich der Herausforderung zu stellen. In Petra Scherkenbach fand sie eine Chorleiterin für die Aktion. Zwei Proben mussten reichen. Bei zwei Liedern gaben die Herren ihre Sangeskünste stolz zum Besten, schlugen sich wacker. Das Publikum war begeistert, die Herren hatten Spaß, und an die Chorleiterin wurde sogar eine Goldene Stimmgabel verliehen.

Zu schade eigentlich, wenn der Auftritt eine einmalige Sache war. Zumindest bei einem Teil der Herren bestünde wohl sogar das Interesse, weiter zu machen. Warum sollte also aus der spontanen Aktion nicht etwas Neues entstehen? Auch in Bonitz gibt es bestimmt noch ein paar Männer, die sich dem gemeinschaftlichen Gesang und der Geselligkeit widmen würden. Und Männer-Gesangsvereine gibt es ja auch heute noch einige, wie in Leitzkau oder Loburg beispielsweise.

Knackpunkt der Sache ist allerdings der Chorleiter oder eine Chorleiterin. Christiane Schmidt würde sich freuen, wenn es irgendjemanden gibt, der diese Aufgabe gern übernehmen würde. Wer also Interesse hat, kann sich beim Ortsbürgermeister melden.

In der Ausstellung zur Dorfgeschichte waren die Namen der Herren gesucht, die damals zu dem Chor gehörten. Auch sonst war das Interesse an der Ausstellung groß, konnte Ortsbürgermeister Edgar Petermann zufrieden feststellen. Viel Arbeit und Zeit hat Christiane Schmidt investiert. "Wir würden das Ganze gerne dauerhaft ausstellen", so Edgar Petermann. Nur ein geeigneter Platz ist noch nicht vorhanden, lediglich eine Vision des Ortsbürgermeisters, irgendwann einmal den Dachboden des Dorfgemeinschaftshauses zu einer Art Heimatstube auszubauen.

Nun sind die Feierlichkeiten zum Jubiläum 800 Jahre Ersterwähnung Pulspforde selbst schon wieder Geschichte. Ein rundum gelungenes Programm erlebten Einwohner und Gäste. Und die Pulspforder sind noch ein Stück enger zusammengewachsen.

   

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