Zerbst. Nachdem bereits im November 2009 eine Photovoltaik-Anlage auf einem Dach der Astrid-Lindgren-Grundschule in Betrieb genommen wurde, machten es Mittel aus dem Konjunkturpaket ein Jahr später möglich, die Anlage zu erweitern.

Weitere 48 Solarmodule zieren nun das Dach der Grundschule. "Mit der ersten kleinen Anlage haben wir in einem Jahr rund 6600 Kilowattstunden Strom produziert", erzählt Reinhard Runge, Geschäftsführer der Runge Elektro GmbH, die die Anlagen montierte. Zum Vergleich: Ein Durchschnittshaushalt verbraucht im Jahr etwa 4500 KWh.

"6600 KWh sind eine recht gute Ausbeute, wenn man das Jahr bedenkt." Drei Monate lang lagen die Module unter Schnee, die Bäume davor werfen Schatten und die Sonne schien auch nicht so oft.

"Das Besondere ist, dass die Montage als Indachanlage erfolgte", fügt Runge hinzu. Das heißt, die Solarmodule sind nicht wie üblich auf den Dachträgern installiert, sondern in das Dach und die Schindeln integriert.

Der von den Modulen erzeugte Strom wird anschließend wieder ins Stromnetz eingespeist. "Es gibt pro Kilowattstunde eine Vergütung", erklärte Kerstin Gudella, Hochbau-Amtsleiterin. "Die kommt allerdings nicht bei uns an", fügt Schulleiterin Gerlinde Schulze hinzu. Indirekt jedoch schon: Die zusätzlichen Einnahmen aus dem Strom fließen in die Taschen der Stadt, die Träger der Schule ist.

Neben den Arbeiten an der Photovoltaikanlage konnten die Innenarbeiten zur Bauwerkstrockenlegung des Kellergeschosses abgeschlossen werden. Die Arbeiten am Sportplatzgelände ruhen hingegen. Außerdem fanden Restarbeiten zur Vertikal-abdichtung statt und im Bereich des Wirtschaftshofes ist mit der Kiesverfüllung begonnen worden.