Das Dorffest in Nutha hat mittlerweile Tradition. Zwischen dicken Wolken und strahlendem Sonnnschein war am Sonnabend Platz für die orientalische Tanzgruppe Inka aus Dessau, aber auch fürs Kegeln unter freiem Himmel.

Nutha l Die Vorbereitungen starteten bereits im Frühjahr. "Das hat sich im Laufe der Zeit aber schon eingespielt", sagt Ortsbürgermeisterin Sylvia Rothe. Der DJ wurde organisiert, genau wie die Hüpfburg und das Zelt, das im Falle von Regen vor der Witterung schützen soll. Am Sonnabend dann zunächst Traumbedingungen. Bei 27 Grad und strahlendem Sonnenschein wurde der von den Frauen des Ortes selbstgebackene Kuchen verspeist.

"Die Einnahmen aus dem Verkauf werden zur Finanzierung des Festes genutzt", erklärt Sylvia Rothe. Die Ortschaft Nutha gibt ihren Teil, genau wie zum Beispiel die Volkssolidarität oder der Heimat- und Schützenverein, der das Fest maßgeblich organisiert. Neu in diesem Jahr war nicht nur das Sackweitwerfen, das für einigen Spaß bei den Besuchern sorgte.

Die Vorsitzende des Heimat- und Schützenvereins, Beatrix Segbers, hatte für den Nachmittag etwas ganz Besonderes organisiert. Die orientalische Tanzgruppe Inka aus Dessau tanzte für die Gäste. "Ich habe in der Volksstimme von ihnen gelesen und habe sie dann gleich angeschrieben", sagt Beatrix Segbers.

Angst, dass die bauchfreien Damen nicht gut beim Publikum ankommen würden, hatte sie keine. "Ich hatte richtige Gänsehaut, als die angefangen haben zu tanzen", sagt Segbers. Mit ihren farbenfrohen Kostümen tanzten sie zu orientalischen und indischen Klängen. Nur einmal, da musste der Auftritt unterbrochen werden. Der Wind frischte auf und es begann zu regnen. Zum Glück für die Festbesucher nur ein kurzer Schauer. "Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber dafür können wir ja nichts", sagt Beatrix Segbers lachend.

Während der Tanzpausen, in denen sich die acht Frauen der Gruppe immer wieder umzogen, konnten die Gäste Lose kaufen. Rund 50 Preise lockten. "Wir haben einige davon von lokalen Gewerbetreibenden und Privatpersonen, manches haben wir aber auch selbst gekauft", erklärt Ortschefin Sylvia Rothe. Der Hauptpreis in diesem Jahr: Eine romantische Gondelfahrt mit Abendessen in Wörlitz.

Und weil beim Dorffest schon fast wieder vorm nächsten ist, schmiedet die Vorsitzende des Heimat- und Schützenvereins schon Pläne für das kommende Jahr. "Der Heimatverein in Güterglück hat letztens Tänze in historischen Kostümen aufgeführt, vielleicht wäre das ja auch etwas für uns", sagt Beatrix Segbers. Bis dahin will sie mit offenen Augen durch die Welt gehen, immer auf der Suche nach einer neuen Idee für ihr schönes Dorffest in Nutha.

   

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