Im vergangenen Jahr hat Jütrichau 800 Jahre gefeiert, in diesem Jahr ist der Ortsteil Pakendorf mit diesem Jubiläum an der Reihe. Der kleine Ort will etwas größer feiern als das alljährliche Dorffest.

Jütrichau l Die Pakendorfer stecken schon mitten in den Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum Jubiläum. Am Montag fand bereits das zweite Treffen des Vorbereitungskommitees statt, das unterstützt wird durch den Jütrichauer Ortschaftsrat, dessen Mitglieder vor allem die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr weitergeben können. Nein, nicht so groß, nicht so aufwendig, keinesfalls so kostenintensiv wie Jütrichau soll das Fest werden. Kleiner, familiärer, ruhiger - wie es zu Pakendorf, in dem keine 100 Leute wohnen, passt.

Mit dem 13. Juni, ein Sonnabend, ist der Hauptveranstaltungstag festgelegt. Am Sonntag soll das Ganze mit einem Frühschoppen ausklingen. Auch am finanziellen Rahmen ist kaum etwas zu rütteln. 3500 Euro werden eingeplant. Dass das Geld dann auch ausgegeben werden kann, muss mit einem Beschluss des Ortschaftsrates abgesichert werden. Es könnte nämlich sein, dass der Haushalt der Stadt Zerbst zu dem Zeitpunkt noch gar nicht vorliegt, erläuterte es der Jütrichauer Ortsbürgermeister Denis Barycza. Doch keine Angst, das ginge schon seinen Gang.

Eine ganze Reihe Punkte wurden bei der Zusammenkunft im Jütrichauer Bürgerhaus vorgetragen, die als Programm für den Sonnabend angefragt oder bereits zugesagt sind. Eine Hüpfeburg, Malen, Basteln und Spielen wird über einen Veranstaltungsservice für die Kinder vorgehalten. Oldtimer sollen ausgestellt und auch neue landwirtschaftliche Technik zum Anfassen will man vor Ort haben.

Kindertanz und Turnshow, musizierende Kids und die Trommler von El Absurdo sind für das Festprogramm vorgesehen. Ein DJ wird am Abend für Stimmung im Festzelt sorgen. Ein Feuerwerk soll den Himmel erhellen. Mit diesen Kalkulationen liegt man im Limit. Zwei Stunden Blasmusik wären entschieden zu teuer. Denis Barycza regte an, eventuell Bärbel Krolop wegen einer Modenschau, die in Jütrichau so super ankam, anzusprechen. Hub-steiger und Feuerwehrleiter sind weitere Optionen. Schäfer Rainer Frischbier erkundigt sich zu Kremserfahrten.

Der Vorschlag, ebenfalls einen Gedenkstein mit Beschriftung aufzustellen, fand rundherum Zustimmung. Diskutiert wurde der passende Zeitpunkt für eine Enthüllung. Der Freitagabend wurde dafür als am günstigsten erachtet. Dazu soll dann auch ein Vortrag zur Geschichte von 1215 bis heute passen.

Denis Barycza gab Hinweise zum Sicherheitsdienst, zu Wasser- und Stromversorgung, zur Werbung bis hin zur Organisation des Zeltaufbaus. "Wir unterstützen euch nach bestem Wissen und Gewissen", sicherte er den Pakendorfern zu. Allerdings wolle man sich auch nicht zu sehr in deren Dorffest einmischen. Deshalb legte er den Leuten nahe, jemanden zu benennen, der den Hut auf hat: "Es ist wichtig, dass jemand da ist, der die Zügel hält." Der oder die sollten dann die Aufgaben weiter verteilen und die Abarbeitung kontrollieren. Einer sollte sich um Technik, der nächste um die Versorgung, der dritte ums Programm etc. kümmern.

Nun, ganz alleine wollte Christa Bläß die Aufgabe nicht übernehmen, aber Matthias Krüger ließ sich nicht lange bitten und willigte ein, mit ihr gemeinsam die Sache in die Hand zu nehmen. Wichtig sei, dass der Ablaufplan steht, mahnte Denis Barycza an. Die Zeit bis zum Juni vergehe ganz schnell! Nun wollen die Pakendorfer unter sich weiter planen und organisieren, und das nächste Treffen in Jütrichau wird Ende März stattfinden.