Die Landtagsabgeordnete Cornelia Lüddemann (Bündnis 90/Die Grünen) übergab der Zerbster Tafel einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro. Gleichzeitig half sie in der sozialen Einrichtung für ein paar Stunden aus.

Zerbst l "Man kann gar nicht genug schätzen, was die ehrenamtlichen Mitarbeiter hier ständig leisten", so Cornelia Lüddemann anerkennend. Sie hatte in ihrer Partei dafür geworben, die Zerbster Tafel mit einer Spende zu unterstützen. Es mussten neue Tische aus Edelstahl für die Warenausgabe gekauft werden. "Die alten Tische waren aus Holz und dazu noch unversiegelt. Aus hygienischer Sicht sehr fragwürdig", berichtet Ute van Tulden, die neue Leiterin der Zerbster Tafel. Auch Birgit Brandtscheit, Leiterin der Kindertafel, pflichtet dem bei und ist froh, dass jetzt die neuen Edelstahltische da sind und die vorgeschriebenen Hygienevorschriften nun erfüllt werden.

Die Spende über 500 Euro stammt aus dem Aktionsfonds der Partei, mit dem karitative Einrichtungen und Projekte unterstützt werden. "Für diesen Antrag musste ich mich bei den Beratungen in der Fraktion nicht besonders stark machen. Alle Fraktionsmitglieder waren sofort dafür, dass wir hier mit 500 Euro helfen", erzählt sie.

Cornelia Lüddemann steigt nach der Spendenübergabe aber nicht wieder ins Auto und fährt zu weiteren Terminen. Die Landespolitikerin hat sich dazu entschlossen, bei der Zerbster Tafel für ein paar Stunden mit anzupacken. "Zirka zweimal im Jahr mache ich einen Praktikumstag in den verschiedensten Einrichtungen. Davon erhoffe ich mir, einen besseren Einblick in die Arbeit der Ehrenamtlichen zu bekommen", erklärt sie ihr Vorhaben.

"Die Zerbster Tafel betreibt nicht nur Essensausgaben, sondern leistet Lebenshilfe."

Cornelia Lüddemann

Was sie besonders an der Zerbster Tafel schätzt? "Hier bekommt man Hilfe, auch über die Essensvergabe hinaus, quasi wird hier Lebenshilfe geleistet. Ich schätze auch sehr die Bemühungen der Kindertafel. Es ist toll, dass auch Ausflüge stattfinden und für die Kinder immer ein offenes Ohr da ist", erklärt Cornelia Lüddemann.

Die Politikern muss an ihrem Praktikumstag ordentlich mit anpacken. Zuerst werden mit einem Kleinbus verschiedene Lebensmittelspenden abgeholt. Kisten müssen transportiert und gestapelt werden. Das ständige Schleppen erweist sich als sehr anstrengend. "Wir hatten heute Unterstützung von einem jungen Mann. Der kann aber nicht immer", resümiert Lüddemann. Anschließend werden die unterschiedlichen Lebensmittel gleichmäßig auf verschiedene Kisten verteilt. Diese sind dann bestückt mit Obst und Gemüse. Aber auch Brot, Nudeln, Joghurt und Wurst kommen in die Kisten. Dann geht es weiter in die Warenausgabe. Hier verteilt Cornelia Lüddemann gemeinsam mit anderen Tafel-Mitarbeiter Lebensmittel an diejenigen, die auf die Spenden angewiesen sind. "Heute haben sich 28 Leute angemeldet", so Tafel-Leiterin Ute van Tulden. Das liege genau im Schnitt. An den Verteilungstagen montags und mittwochs jeweils von 15 bis 15.30 Uhr und freitags von 13 bis 13.30 Uhr würden immer zwischen 25 und 30 hilfebedürftige Personen kommen. Diese Bedürftigkeit muss übrigens zuerst im Rathaus festgestellt werden. Mit dem dazu ausgestellten Berechtigungsschein kann dann das Angebot der Tafel genutzt werden.

Die nächste Station führt Lüddemann zur Kindertafel. Hier wird gemeinsam gegessen. Frikassee steht auf dem Speiseplan. Und auch für intensive Gespräche bleibt Zeit.

 

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