Zerbst l Ein ganz normaler Morgen in Zerbst. Heute scheint die Sonne und der Himmel strahlt im schönsten Blau. Das Grau und der Nebel der vergangenen Tage scheint vergessen. Und niemand denkt an solch einem schönen Tag an Umweltverschmutzung. Warum auch? An einem sonnigen Tag fühlt es sich an, als sei man mit der Welt und Natur im Reinen. Was tut man an einem normalen Alltag, um das eigene CO2-Profil zu verbessern? Und bei welchen Tätigkeiten produzieren wir die schädlichen Treibhausgase im Alltag?

Morgens acht Uhr: Der Weg zur Arbeit
Angenommen, man fährt jeden morgen 20 Kilometer zur Arbeit. Diese Strecke wird mit einem Benziner zurückgelegt, der im Durchschnitt sieben Liter pro Kilometer verbraucht. Auf die Strecke gesehen, stößt man dann 3,3 Kilogramm als Masse des Gases aus. Insgesamt verursachen alle Pkw in Deutschland - rund 41 Millionen - zirka 105 Millionen Tonnen CO2. Dies entspricht zwölf Prozent der bundesweiten CO2 Emissionen. Im Vergleich: Um die CO2 Emissionen von 50 Litern Benzin einzusparen, müsste man beim Duschen 110 Tage auf warmes Wasser verzichten oder 347 Tage kein Licht einschalten.

Mittagspause: Schnitzel, Döner oder Pizza?
In der Mittagspause überfällt uns meistens der Heißhunger. Schnell muss es gehen und satt muss es machen. Das Erschreckende: Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahrt. Das hat eine japanische Studie zur Umweltbilanz von Rindern ergeben. Am klimaschädlichsten ist das Methan, das die Tiere bei der Verdauung ausstoßen. Ganz provokativ könnte man auch meinen: Vegetarische Ernährung schützt das Klima. Die Wahrheit ist jedenfalls, dass Vegetarier einen deutlich geringeren Kohlendioxid-Ausstoß aufweisen als typische Fleischesser. Schweinefleisch und Geflügelfleisch benötigen im Vergleich weniger als Rindfleisch, nämlich nur 1870 beziehungsweise 1330 Gramm CO2 pro Kilogramm Fleisch.

Nach der Arbeit: Noch mal schnell einkaufen
Schön leicht und perfekt für unterwegs: PET-Flaschen. Diese Einwegflaschen aus Kunststoff haben einen Nachteil: Vollständiges Recycling ist nicht möglich. Zwar nehmen Supermärkte die Flaschen wieder zurück, verwenden diese aber nicht wieder. Die üblichen Recycling-Verfahren schreddern und schmelzen die PET-Flaschen, um daraus anschließend Verpackungen, Behälter, Fasern und Textilien herzustellen.

 

Bilder