Zerbst (ssi) l Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) kommt am 8. Juni nach Zerbst. In seiner Funktion als Vorsitzender des deutsch-russischen Forums wird er zusammen mit Wladimir Michailowitsch Grinin, dem Botschafter der russischen Föderation in Deutschland, zum Thema "Eine neue Ostpolitik für Frieden in Europa" diskutieren. 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hat sich die Hoffnung auf eine dauerhafte Friedensordnung in Europa aufgelöst.

"Durch den Krieg in der OstUkraine haben die osteuropäischen Staaten Sorge, dass ihre Grenzen vom russischen Nachbarn auch in Frage gestellt werden könnten", heißt es dazu in der Ankündigung. "Dieser Konflikt hat Ursachen in der Vergangenheit, und es ist wichtig, mit einer Politik der Verständigung die unterschiedlichen Sichtweisen wahrzunehmen", steht dort weiter. Ein friedliches Europa funktioniere nur mit Russland, aber internationales Recht dürfen nicht verletzt werden.

Weiter diskutieren Dieter Orzessek, Präsident der Hochschule Anhalt, und Arne Lietz , Mitglied des Europäischen Parlaments, zum Thema mit. Der SPD-Landtagskandidat Oliver Linder aus Gommern wird den Abend moderieren. Finanzminister Jens Bulllerjahn (SPD) wird die Eröffnungsrede halten. Beginn ist um 18 Uhr im Zerbster Schloss.