In der Verwaltungsgemeinschaft ( VG ) Elbe-Ehle-Nuthe war die Zahl der Geburten 2009 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Kamen 2008 noch 67 Kinder auf die Welt, waren es vergangenes Jahr nur 57. Die Negativentwicklung traf fast alle Mitgliedsgemeinden.

Zerbst. Außer Gehrden hatte 2008 jede der 21 Mitgliedsgemeinden Zuwachs verzeichnet. Das änderte sich im vergangenen Jahr. Allein in fünf Gemeinden konnten 2009 mehr neue Erdenbürger begrüßt werden als im Vorjahr. Den höchsten Anstieg gab es in Jütrichau. Von drei auf sieben schnellte die Zahl der Neugeborenen herauf. Dabei standen fünf Jungen nur zwei Mädchen gegenüber.

Auch VG-weit betrachtet hat das männliche Geschlecht zahlenmäßig das weibliche übertroffen. In der Statistik des Einwohnermeldeamts sind insgesamt 31 Jungen und 26 Mädchen registriert worden. Dabei hielten sich in einigen Gemeinden die Geschlechter durchaus die Waage.

In Nedlitz zum Beispiel, in dem der Geburtentrend relativ konstant ist. In der 687-Einwohner-Gemeinde wurden voriges Jahr acht Kinder geboren. Das sind genauso viele wie 2007 und liegt nur knapp unter den neun Babys, die 2009 das Licht der Welt erblickten. Ebenfalls jeweils vier Mädchen und vier Jungen sorgten in Lindau wieder für eine positive Entwicklung. Das sind zwei Sprösslinge mehr als 2008. Den gleichen Anstieg konnte Gehrden verbuchen, wo es vergangenes Jahr gleich zweimal Nachwuchs gab – und zwar ein Mädchen und ein Junge.

Ein Hohenlepter ist gebürtiger Franzose

Um jeweils ein Kind erhöhten sich die Geburtenzahlen in den zurückliegenden drei Jahren in Steutz und Hohenlepte. Stand in der Hohenlepter Statistik von 2007 noch eine Null, wendete sich das Blatt im darauffolgenden Jahr. 2009 nun gab es in der 245-Seelen-Gemeinde bereits zwei Geburten – darunter befand sich übrigens eine Auslandsgeburt ; der Sprössling kam in Frankreich zur Welt.

In der mit 958 Einwohnern deutlich größeren Elbgemeinde Steutz präsentierte sich die Lage ähnlich wie in Hohenlepte. Zwischen 2007 und 2009 erhöhte sich die Zahl der Neugeborenen von fünf auf sieben, wobei zu erwähnen ist, dass in dem Fall mehr Mädchen ( vier ) als Jungen ( drei ) auf die Welt kamen.

Rein weiblichen Nachwuchs gab es im vorigen Jahr in Walternienburg ( zwei Geburten ) sowie in den Gemeinden Grimme, Güterglück und Moritz ( jeweils eine ). Unterdessen wuchs die Bevölkerung in Buhlendorf, Dobritz, Nutha, Leps, Reuden und Zernitz um jeweils einen männlichen Einwohner an – in der Gemeinde Gödnitz erblickten sogar drei Jungen das Licht der Welt.

Auf drei halbierte sich 2009 in Deetz die Zahl der Geburten, während Bornum einen Rückgang um zwei auf vier feststellen musste. In Straguth blieb der Nachwuchs voriges Jahr völlig aus, in Polenzko derweil konstant – hier wurden erneut zwei Kinder geboren.

Trend zu doppelten Vornamen hält an

Zwillinge befanden sich übrigens nirgendwo darunter, wie Jan Hädrich auf Volksstimme-Nachfrage informierte. Er ist der Pressesprecher der Stadt Zerbst, zu der die VG-Gemeinden seit 1. Januar 2010 gehören. Wie er ebenfalls mitteilte, gab es auch bei den Namen keinerlei Dopplungen. Die Eltern aus den Umlandgemeinden bewiesen da Einfallsreichtum. Eine Rangliste der beliebtesten Namen ließ sich da nicht aufstellen. Das war 2008 schon nicht anders. Der damals erkennbare Trend zu doppelten Vornamen hat im vergangenen Jahr angehalten, wie Jan Hädrich bestätigte.