Ein literarisches Kräftemessen steht bevor: Der Mitteldeutsche Lesebühnenwettbewerb "Lima"-Poetry (LI-teratouren in Magdeburg) steht morgen auf dem Programm des "Olo Bianco"-Performance-Festivals am Wissenschaftshafen. Vier Lesebühnen-Teams treten ab 20 Uhr gegeneinander an.

Eine Chance auf Ruhm und Ehre haben nicht nur kurzweilige-Comedy-Beiträge, sondern auch philosophische Themen. Gern darf sich auch im Weltschmerz gebadet oder mit Kurzromanen betört werden, wie die Veranstalter mitteilen. Die Zuschauer entscheiden über den Sieger und den temporären Inhaber der Lima-Wandertrophäe. Moderiert wird der Abend von den "Kilographen" Karsten Steinmetz und Herbert Beesten.Die vier teilnehmenden Teams seien eine Mischung aus bekannten Poetry-Slammern und Lesebühnenautoren. Mit dabei sind Poeten aus Magdeburg, Köln, Halle und Leipzig.

Die Lokalmatadoren des Abends sind "Die Sonderfrauen" Cornelia Habisch und Regine Sondermann. Magdeburgs Hoffnung ruht auf ihren literarischen Ergüssen. Denn bislang blieb der Wanderpreis erst zweimal in der Elbestadt. Das soll sich nun ändern.

Eines haben beide Frauen gemeinsam: Ihre Leidenschaft ist die Literatur. Cornelia Habisch schreibt Kurzgeschichten und Lyrik, vorzugsweise über Menschen und ihre Beziehungen zur (Um-)Welt, über Umbruch-Situationen und Grenzgänge, aber festlegen will sie sich darauf nicht, Neugier und Bereitschaft zum Aufbruch bestimmen ihren Umgang mit Themen und Texten.

Mindestens ebenso erfahren wie Cornelia Habisch ist Regine Sondermann. Seit 1996 arbeitet sie als freie Schriftstellerin in Magdeburg. 2006 erschien ihr erstes Buch, "Kunst ohne Kompromiss. Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler". 2009 publizierte sie ihren Kriminalroman "Der letzte Job", 2010 folgte ihr Magdeburg-Buch "House Story - Story House". Regine Sondermann sei nicht nur sehr experimentierfreudig, sondern immer für Überraschungen gut, so die Veranstalter.

Doch auch die "Konkurrenz" wird nicht schlafen und mit Worten um sich schlagen. Dazu gehören Anke Fuchs, Cris Revon, Michael Heide und Christian Gottschalk (Ein Abend namens Gudrun) aus Köln, Max Beckmann und Simon Kalus (Größer als Godzilla) aus Leipzig sowie Christian Kreis und Peter Berg (Kreis mit Berg) aus Halle.

Übrigens: Im Anschluss werden "Soultunes" durch die Halle klingen. Manamana (Leipzig) und Marcel Steuer Foly (Berlin) steuern via Berg- und Talfahrt diverse musikalische Genres an. (ka)

Lima-Poetry, Freitag, 17. Oktober, 20 bis 22 Uhr, im Speicher B am Wissenschaftshafen, Otto-Hahn-Str. 1. Aftershowparty: Soultunes.

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