Magdeburg/Hannover (aj) l Special Olympics Deutschland (SOD) vergibt die Nationalen Sommerspiele 2016 nicht nach Magdeburg, sondern nach Hannover. Die Elbestadt hatte sich zuvor als Austragungsort für die bundesweit größte Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger Behinderung beworben. Wohl wissend um die Schwierigkeiten bei der Unterbringung der Sportler und Zuschauer in den Unterkünften der Stadt. Ebenso hatte die niedersächsische Hauptstadt eine Bewerbung an den Spiel-Veranstalter SOD eingereicht.

Dessen Präsidium habe auf seiner Sitzung am Freitag Hannover als Austragungsort für die Special Olympics beschlossen, teilt die Sportorganisation mit. "Das Präsidium hat die Bewerbungen von Magdeburg und Hannover gewürdigt, beide Städte haben eine hochwertige Bewerbung für die Sommerspiele 2016 abgegeben", sagt SOD-Präsident Gernot Mittler. "Wir waren erfreut, dass wir zwischen zwei potenziellen Austragungsorten wählen konnten."

Magdeburg bleibt für Special Olympics 2018 im Rennen

Ausschlaggebend für die Entscheidung für Hannover sei das überzeugende Gesamtkonzept der Veranstaltung und die gute Infrastruktur, vor allem hinsichtlich der Unterkünfte, gewesen. Mittler sagt: "Wenn wir jetzt gemeinsam mit der Stadt Hannover in die Planung der Nationalen Spiele 2016 gehen, so werden wir zugleich mit der Stadt Magdeburg weiterführende Gespräche in Bezug auf eine eventuelle Durchführung der Sommerspiele 2018 führen."

Hannover ist damit Nachfolger der Special Olympics Düsseldorf 2014. Für die Spiele 2016 rechnet SOD mit etwa 4500 Athletinnen und Athleten. Diese werden in rund 20 Sportarten antreten. Darunter sind Fußball, Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Beach­volleyball und Reiten. Ein Rahmenprogramm ergänzt die sportlichen Wettbewerbe.

SOD ist die deutsche Organisation der weltweit größten, vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannten, Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.