Magdeburg (ad) I Ein 21-jähriger Mann aus Eritrea ist am Dienstagabend in Magdeburg in der Straßenbahn beleidigt und geschlagen worden. Das teilte die Polizei mit. Zwei der drei Tatverdächtigen konnte die Polizei bereits stellen. Sie sind 14 und 15 Jahre alt. Sie wurden noch nicht vernommen. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Ein rassistischer Hintergrund gilt als wahrscheinlich.

Laut Polizei stiegt der Mann aus Eritrea gegen 19 Uhr an der Haltestelle "Domplatz" in eine Straßenbahn (Linie 2 nach Westerhüsen). Erst soll der 21-Jährige bespuckt worden sein. Im weiteren Verlauf traten die Jugendlichen auf ihn ein. Dabei erlitt der 21-jährige leichte Verletzungen. Außerdem riss einer der Beschuldigten die Halskette des Mannes vom Hals. Andere Asylbewerber, die sich ebenfalls in der Straßenbahn befanden, kamen dem Mann zur Hilfe. An der Haltestelle "Warschauer Straße" stiegen die drei Jungendlichen aus der Straßenbahn aus.

Zwei der drei Tatverdächtigen konnten noch am selben Abend in einer anderen Straßenbahn gestellt werden. "Nach der Feststellung ihrer Personalien wurden sie an ihre Eltern übergeben", so die Polizei. Die beiden Jugendlichen müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung verantworten.

Gesucht werden Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall in der Straßenbahn geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Polizei in Magdeburg unter der Telefonnummer 0391/546 17 40 zu melden.