Magdeburg l Der Kroatenweg soll auch im Bereich zwischen Halberstädter Straße und Astonstraße in beide Richtungen für Fahrzeuge zukünftig befahrbar sein. Dies geht einher mit der Neugestaltung des Verkehrsknotenpunktes im Bereich der Einmündung Kroatenweg / Halberstädter Chaussee. Dazu liegen drei verschiedene Varianten vor, deren Umsetzung mit dem Aufstellen einer weiteren Ampelanlage an der Hauptverkehrsstraße des Stadtteils verbunden sein wird. Der Reihe nach.

In einer von der Stadt vorgelegten Variante (Einmündung ohne Regelung einer Lichtsignalanlage) würden neben der Erneuerung der Gleis- und Fahrleitungsanlage mit Rückbau des Überholgleises im Kroatenweg die Ummarkierung der vorhandenen Sperrfläche als Linksabbiegefahrstreifen und der Einbau einer Fußgängerquerungshilfe in der Zufahrt Halberstädter Chaussee erforderlich sein. Wird auf eine Ampel verzichtet, fordern die MVB eine sogenannte Haltelichtanlage.

Eine zweite Variante sieht die Installation einer Ampel vor, welche eine Vorrangschaltung für die aus der Endstelle fahrenden Straßenbahnzüge vorsieht. Damit werde die verkehrssichere Ausfahrt der Straßenbahn von der Endstelle in den Kroatenweg inklusive Sicherung der Parkdeckausfahrt des Kaufland-Marktes sowie die Freischaltung und Beräumung des Linksabbiegens zur Parkdeckeinfahrt in der Halberstädter Straße über ein Steuergerät geplant. Die dritte Variante sieht die Schaffung eines Kreisverkehres in verschiedenen Umfängen vor. Die Verwaltung empfiehlt jene Variante mit einer Ampel, welche die "größtmögliche Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer" erziele.

Michael Hoffmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Sudenburg sowie CDU-Stadtrat, bezieht Stellung: "Eine weitere Ampel wäre eine Katastrophe für Sudenburg und die `Halberstädter`." Denn dies wäre dann die 13. Lichtsignalanlage an der Hauptverkehrsstraße ab der Ecke Leipziger Straße. Er fordere eine bessere Lösung, "um auch dem Individualverkehr zu entsprechen". Er hoffe auf einen Dialog von der Stadtverwaltung mit der IG Sudenburg sowie der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) des Stadtteils.

Auf Beschluss des Stadtrates ist die Variantenuntersuchung unter Berücksichtigung von gesetzten Kriterien für den Kreuzungsbereich vorgenommen worden, ehe das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe gehen von einem Baustart frühestens im kommenden Jahr aus, so Sprecher Tim Stein auf Volksstimme-Nachfrage.