300 Gäste feierten gestern Abend im Ratswaage-Hotel die neuen Magdeburger des Jahres. Ganz vorn landete mit Tim Liebe ein engagierter Elbestädter, der Hunderten Kindern eine Zirkusfreizeit ermöglichte. Mit 6750 Stimmen gab es zudem eine Rekordbeteiligung.
Altstadt l Als gegen 21 Uhr der offizielle Teil der Gala zum Magdeburger des Jahres vorüber war, sank einer der Teilnehmer ganz besonders entspannt in den Sitz des Saales: Tim Liebe. Dem 42-Jährigen war kurz zuvor der Titel Magdeburger des Jahres verliehen worden. Mehr als 1200 Magdeburger hatten ihm seine Stimme gegeben und ihn damit an die Spitze der Wahl gesetzt. "Ich bin vollkommen überrascht", zeigte sich der engagierte Elbestädter sichtlich gerührt in einer ersten Stellungnahme nach der Preisübergabe durch Redakteurin Jana Wiehe, und das, obwohl er als Polizist auch beruflich Stresssituationen gewöhnt ist.
Tim Liebe hatte im vergangenen Sommer dafür gesorgt, dass eine mehrwöchige Ferienfreizeit mit einem Mitmachzirkus in Buckau organisiert werden konnte. Liebe hatte Sponsoren zusammengetrommelt und somit die Finanzierung abgesichert (siehe auch Laudatio rechts).
Menschen wie Tim Liebe stehen für genau jene Aktionen und Akteure, die die Wahl zum Magdeburger des Jahres so interessant machen, war daraufhin vielfach unter den Gästen zu hören: Magdeburger stehen im Mittelpunkt, die sich für ihre Stadt selbstlos engagieren. Das würdigte auch Volksstimme-Chefredakteur Alois Kösters, der den Abend eröffnet hatte. "Die Wahl zeigt jedes Jahr aufs Neue, dass es sehr viele engagierte Magdeburger gibt, die das Leben der Stadt maßgeblich prägen", sagte er. Die Wahl biete die Möglichkeit, zusätzlich zur normalen Berichterstattung diese Menschen einmal im Jahr ganz besonders und stellvertretend für alle zu würdigen. Unter großem Beifall wurden auch viele der ehemaligen Magdeburger des Jahres begrüßt. Die Ehrengala gestern war zugleich der Höhepunkt eines Jubiläums. Zum 20. Mal war die Wahl durchgeführt worden, die nichts an Attraktiviät verloren hat. Es mangelt weder an geeigneten Kandidaten noch an Wählern.
Mit 6750 Stimmen wurde sogar ein neuer Teilnahmerekord erreicht. In 20 Jahren Magdeburger des Jahres wurden so mehr als 200 Magdeburger für ihr Wirken geehrt. Mehr als 100 000 Elbestädter haben sich zudem an den Wahlen beteiligt, deren Höhepunkt mittlerweile fest zum Veranstaltungskalender eines jeden Jahres gehört.
So war es auch gestern. Die 300 Leser und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzten den Ehrenabend der Volksstimme, um mit ihrer Anwesenheit alle Kandidaten zu würdigen. Die Volksstimme-Gala war dafür einmal mehr ein geeigneter Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mehr über den Magdeburger des Jahres lesen Sie in der Sonderbeilage, die heute der Volksstimme beiliegt.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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