Magdeburg l Eine Ikea-Ansiedlung in Magdeburg ist wieder Thema. Offenbar gibt es Vorgespräche. Die Stadt hat den Schweden mehrere Grundstücke offeriert.

Die Stadt Magdeburg hat den Schweden zehn mögliche Grundstücke vorgeschlagen - unter anderem mitten im Stadtzentrum am Universitätsplatz und am Pfahlberg an der Autobahn A 2. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD): "Wir haben eine Liste anhand der Kriterien von Ikea erarbeitet."

Der weltweit aktive Möbelhändler hält sich bedeckt, ob unter diesen Flächen etwas Passendes ist. Ikea-Pressereferentin Simone Settergren sagt: "Wir haben nach wie vor Interesse am Standort. Dieses Ziel sehen wir eher mittelfristig."

Eine große Rolle spielen für Ikea Grundstücksgröße, Lage und Verkehrsanbindung. In- frage kommen Grundstücke zwischen 50 000 und 120 000 Quadratmetern. Wichtig seien außerdem eine verkehrsgünstige Lage, Innenstadtnähe und Anschluss an das überregionale Straßennetz. Eine Rolle spielt auch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Als Pluspunkt nennt die Ikea-Sprecherin zudem eine Verlängerung der Bundesautobahn A 14 von Magdeburg in die Altmark. Im Umkreis der Region befinden sich Häuser in Braunschweig, Berlin und zwischen Halle und Leipzig.

Schweden wollen 20 weitereMärkte in Deutschland bauen

Produktionsseitig waren die Schweden bis zum kompletten Auftragsentzug 2009 mit der Firma "Swedwood" in Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel vertreten.

Ikea betreibt deutschlandweit 46 Filialen. 2013 hatte der Konzern angekündigt, in den nächsten 10 bis 15 Jahren bis zu 20 weitere Märkte in Deutschland zu eröffnen. In Magdeburg war es jedoch nie zu eine Ansiedlung gekommen, obwohl es immer wieder Diskussionen um einen Ikea-Markt gegeben hatte.