Magdeburg (he) l Vertreter von Eltern und Lehrern haben Pläne der CDU zum Erhalt kleiner Grundschulen begrüßt. Ein CDU-interner Arbeitskreis schlägt vor, kleine Schulen zu Verbünden zusammenzufassen und so vor der Schließung zu bewahren. Die Partei setzt sich von Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) ab.

Die Initiative "Grundschulen vor Ort" sieht damit die Schließungspläne des Ministers als gescheitert. Die CDU habe erkannt, dass die festgesetzten Mindestzahlen nicht durchsetzbar seien, sagte Sprecher Walter Helbling: "Das ist eine Riesen-Blamage für Dorgerloh. Wenn er sich nicht bewegt, soll er den Koffer packen und gehen." Helbling mahnte jedoch, die CDU müsse sich für ein Moratorium einsetzen, eine sofortige Unterbrechung der Schulschließungen.

Die Gewerkschaft GEW begrüßt die Pläne der CDU. "Kleine Schulen als unselbständige Standorte zu erhalten ist vernünftig, das gibt es auch anderswo", sagte Landesvorsitzender Thomas Lippmann.Die CDU räumt dem Thema höchste Priorität ein, es wird bei der anstehenden Klausur des Landesvorstands beraten. Am Montag will CDU-Landesvorsitzender Thomas Webel das Konzept selbst vorstellen. Eine für Mittwoch angesetzte Pressekonferenz wurde abgesagt.