Halle l Mit einem drastischen Schritt reagiert die Universität Halle-Wittenberg auf ihr Defizit: Sie hat die Sachmittel um 30 Prozent gekürzt. Aus diesem Etat werden auch studentische Hilfskräfte bezahlt. Niemandem werde gekündigt, betonte Rektor Udo Sträter auf Nachfrage, allerdings könne es sein, dass Verträge nicht verlängert würden.

"Fallweise" habe man die Kürzungen aus Mitteln des Bundes ausgleichen können. Wie viele Stellen betroffen sind, lasse sich derzeit nicht sagen. Sträter beziffert das Finanzloch auf 7 bis 8 Millionen Euro. Entstanden ist es, weil die Uni für wachsende Energiekosten und für 10 Prozent der Personalkostensteigerung vom Land keinen Ausgleich erhält. Defizitär sind auch die anderen Hochschulen des Landes, allerdings mit geringeren Beträgen.