Zum Auftakt des dreitägigen Treffens kritisierte Landesbischöfin Ilse Junkermann, dass Gemeinden der EKM die Kollekten am Heiligabend nicht, wie vorgesehen, vollständig für die Aktion "Brot für die Welt", sondern auch für die eigene Gemeinde einbehalten würden, wie die EKM mitteilte.

Sie sehe es als ein Zeichen geistlicher Armut, sich hier nur die eigenen Bedürfnisse im Blick zu haben, sagte die Bischöfin. Junkermann forderte die Gemeinden auf, ihre Verbundenheit mit Menschen in anderen Teilen der Welt auch durch rege Beteiligung an der Aktion "Brot für die Welt" zu zeigen.

Während des Treffens beschäftigen sich die 82 Kirchenparlamentarier mit der weltweiten Ökumene. Junkermann unterstrich, bei allen Klagen über den vermeintlichen "Stillstand" in der ökumenischen Bewegung dürfe nicht vergessen werden, welch große Entwicklung die ökumenische Bewegung in den vergangenen einhundert Jahren genommen habe. Trotz aller Unterschiede und Schwierigkeiten sei die EKM mit ihren Partnerkirchen "verknüpft im Geist durch das Band des Friedens", sagte die Landesbischöfin in ihrem Bericht zur Situation der EKM.

Zur Lage in der Ukraine nehme sie mit Schrecken wahr, "wie schnell fest geglaubte freundliche Bindungen gekappt werden können oder reißen".

Die Bischöfin unterstrich eine Erklärung des Allukrainischen Rates der Kirchen und religiösen Organisationen, der 18 christliche, muslimische und jüdische Glaubensgemeinschaften angehören: Es müsse alles getan werden, um den Frieden in der Ukraine zu bewahren.

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