Halle (he/mh) | Das hoch defizitäre Universitätsklinikum Halle darf eine wichtige Führungsposition neu besetzen. Der Aufsichtsrat verzichtete darauf, die Ausschreibung für die zum Jahresende ausscheidende Pflegedirektorin zu stoppen.

Eine Fusion der Uniklinik mit der in Magdeburg sei nicht diskutiert worden, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende, Wissenschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) der Volksstimme. Der Dekan der Medizinischen Fakultät, Michael Gekle, sprach von einer kritisch-konstruktiven Sitzung.

"Der Aufsichtsrat unterstützt unser Entwicklungskonzept 2025", sagte Gekle. Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), der in der vergangenen Woche mit einem Gutachten den Druck auf die Uniklinik erhöht hatte, verließ die Sitzung kommentarlos.

Das Hochschulbündnis Magdeburg-Stendal kündigte derweil weitere Demonstrationen gegen die Kürzungspläne der Landesregierung an. Veranstaltungen sind am 15. Mai unter dem Motto "Möllring wegbassen!" und am 20. Mai als bundesweite Großdemonstration geplant. Darüber hinaus hat das Hochschulbündnis eine Online-Petition "100plusX" gegen die Kürzungspläne gestartet.