Der Herzinfarkt tritt ein, weil es durch das Absterben von Herzmuskeln zu Durchblutungsstörungen kommen kann. Symptome: Brustschmerzen, Atemnot, Angst. Nötige Maßnahmen: Medikamente zur besseren Sauerstoffversorgung des Herzens. Zeitfenster: Wenige Minuten bis zwei Stunden.

Der plötzliche Herztod kann in der akuten Phase des Herzinfarktes durch Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden. Selbst kleinere Infarkte führen nicht selten zu Störungen, die den Herzschlag aussetzen lassen. Symptome: tiefe Bewusstlosigkeit an der Schwelle zum Tod. Nötige Maßnahmen: Sofortige Elektroschocks (Defi- brillation) oder Herzdruckmassage. Zeitfenster: drei bis fünf Minuten.

Drei Herzkrankheiten bilden in Deutschland die häufigste Todesursache: Platz 1 Verkalkung der Herzkranzgefäße (71655 Tote/2011/Anteil 8,2 Prozent), Platz 2 Herzinfarkt (52516 Tote/2011/Anteil 6,0 Prozent) und Platz 3 Herzmuskelschwäche (46410 Tote/2011/Anteil 5,3 Prozent).

Die Anzahl der Todesfälle durch Herzinfarkte sind in Deutschland stark rückläufig. Sie sank stetig von 67282 im Jahr 2000 auf 52113 im Jahr 2011. Dies entspricht einem Rückgang in elf Jahren um rund 22 Prozent.

Quelle: Statist. Bundesamt