Oebisfelde (dpa) | Für das Güterschiff, dass am Dienstag im Mittellandkand bei Oebisfelde gesunken ist, gibt es ein erstes Bergungskonzept. Mit einem Schwimmkran und Tauchern solle die 67 Meter lange und etwa 300 Tonnen schwere "Rothensee" für die Bergung vorbereitet werden, teilte das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen am Freitag mit.

Der Kran einer niederländischen Spezialfirma sei bereits auf dem Weg. Er soll Anfang nächster Woche am Unglücksort in der Nähe von Oebisfelde eintreffen. Sobald das stark deformierte Binnenschiff schwimmfähig sei, solle es zum Abwracken in einen Hafen geschleppt werden, hieß es.

Das mit mehr als 800 Tonnen Eisenbarren beladene Güterschiff war am Dienstag bei einem Anlegeversuch mit einem anderen Güterschiff zusammengestoßen und gesunken. Verletzt wurde niemand. Die Ladung sei mittlerweile geborgen, hieß es.

"Bei einem planmäßigen Verlauf der Bergung kann die havariebedingte Sperrung des Mittellandkanals Ende der 45. Kalenderwoche aufgehoben werden", hieß es in einer Stellungnahme des Amtes. Das wäre Ende kommender Woche.

Der Mittellandkanal ist derzeit zwischen den Liegestellen Rühen und Calvörde gesperrt. Schiffe steuerten weiterhin andere Häfen an oder wählten Ausweichrouten, hieß es.