Stendal (mr) l Im Rahmen ihrer Ermittlungen zur Stendaler Briefwahlfälschung hat die Staatsanwaltschaft in der vorigen Woche erneut die Wohnräume des ehemaligen CDU-Stadtrates Holger Gebhardt durchsuchen lassen. Das bestätigte Staatsanwaltschafts-Sprecherin Brigitte Strullmeier auf Volksstimme-Nachfrage.

Im Fokus der Ermittler stand dabei Gebhardts Lebensgefährtin. Sowohl ihr Handy als auch ihr Computer wurden von der Polizei beschlagnahmt. Über nähere Erkenntnisse wollte sich Strullmeier jedoch nicht äußern.

Die Staatsanwältin bestätigte zudem "eine weitere Durchsuchung in einem Ort außerhalb der Stadt Stendal". Hierbei handelt es sich nach Volksstimme-Informationen um eine Mitarbeiterin eines Betriebes in einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Bismark. Das Inhaber-Ehepaar gehörte bereits zu den fünf Verdächtigen, deren Wohn- und Geschäftsräume Anfang November durchsucht wurden.

Holger Gebhardt soll mehr als 50 Briefwahl-Vollmachten gefälscht haben. Im Rahmen dieses Verfahrens ermittelt die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben gegen mehr als zehn Verdächtige.