Magdeburg l Auf den Autobahnen von Sachsen-Anhalt haben sich 2014 genau 115 Unfälle weniger ereignet als im Vorjahr. Wie die Autobahnpolizei am Donnerstag informierte, wurden 2164 Unfälle registriert. Bei 738 Unfällen (34,1 Prozent) waren Lkw beteiligt. Bei nur 138 Unfällen waren die Verursacher älter als 65 Jahre.

15 Tote, 143 Schwer- und 226 Leichtverletzte gibt die Unfallstatistik an. Auf der A2 ereigneten sich etwa doppelt so viele Unfälle (1172) wie auf der A14 (660). 332-mal krachte es auf der B 6n.

Insgesamt gibt es in Sachsen-Anhalt 84,5 Kilometer Autobahn auf der A2 und 77,4 Kilometer auf der A14. "Hinzugezogen wurden zur Bilanz auch die 88,1 Kilometer der autobahnähnlichen Bundesstraße 6n nördlich des Harzes. Denn dieser Straßenabschnitt soll ja mittelfristig in eine Autobahn umgewidmet werden", sagte Johannes Stoye, Pressesprecher der Autobahnpolizei. Auf der A14 kam 2014 ein etwa fünf Kilometer langer Autobahnabschnitt nördlich von Magdeburg neu hinzu. Er wurde auch "unfalltechnisch" mit zwei Ereignissen eingeweiht. Einen Wildunfall und einen Unfall durch einen Falschabbieger registrierte die Polizei.

Das Unfallgeschehen auf den Autobahnen von Sachsen-Anhalt wird insgesamt als vergleichsweise gering eingeschätzt. Bei 24,35 Millionen registrierten Verkehrsbewegungen 2014 passieren täglich knapp 80000 Fahrzeuge die Autobahnen, darunter etwa 23000 Lkw. Der Anteil ausländischer Lkw betrage etwa 60 Prozent, ihr Unfallanteil lag bei knapp 30 Prozent. Bei den Unfallursachen lag zu geringer Abstand (316 Unfälle) ganz vorn. Überhöhte Geschwindigkeit wird 176-mal genannt. Bei nur 18 Unfällen war Alkoholkonsum im Spiel.