Magdeburg l Trümper war von Beobachtern schon vor der Wahl als Favorit gehandelt worden. Bereits kurz nach 19 Uhr zeichnete sich ab, dass diese Vorhersagen eintreffen würden. Zu diesem Zeitpunkt lag der 59-Jährige mit 68 Prozent der Stimmen eindeutig vor seinen Herausforderern. Am Ende legte Trümper gegenüber 2008 sogar um mehr als 5 Prozentpunkte zu.

Weder die CDU-Kandidatin Edwina Koch-Kupfer (10,08 Prozent) noch der Linke-Bewerber Frank Theile (9,16 Prozent) konnten dem Amtsinhaber den Posten streitig machen. Trümper sagte: "Ich hatte gehofft, ohne Stichwahl durchzukommen. Mit einem so klaren Ergebnis habe ich aber nicht gerechnet." Der Sozialdemokrat wird damit weitere sieben Jahre an der Spitze der Landeshauptstadt stehen. Er hatte 2001 die Nachfolge von Willi Polte (SPD) angetreten und sein Amt 2008 ebenfalls im ersten Wahlgang verteidigt. In seine Amtszeit fielen die Abwehr von zwei Hochwassern, die weitgehende Schul- und Kita-Sanierung sowie die Konsolidierung der Stadtfinanzen. Trümpers Wahlslogan "Magdeburg in guten Händen" honorierten offenbar die Elbestädter. Sie wünschten keinen Wechsel.

CDU-Mitbewerberin Edwina Koch-Kupfer: "Von 0 auf 10 Prozent finde ich ganz in Ordnung, auch wenn ich mir noch mehr gewünscht hätte." Die Landtagsabgeordnete war als relativ unbekannte Kandidatin ins Rennen gegangen und darf als Erfolg verzeichnen, den Linken-Kandidat Frank Theile hinter sich gelassen zu haben. Theile war 2008 noch Zweiter und sprach von einer "großen Enttäuschung." Grünen-Kandidat Olaf Meister schaffte es auf 4,63 Porzent. Die restlichen vier Kandidaten Philipp Voß (Freie Wähler), Josef Fassl (Tierschutzallianz) sowie die Einzelbewerber Christine Meier und Jens Heinicke blieben jeweils unter 3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag wie 2008 bei 35 Prozent.