Burg (da) l Wölfe sind offenbar nicht so scheu, wie von Experten erwartet. Darüber werde man reden müssen, sagte Klaus Puffer, Wolfsbeauftragter der Bundesforst, im Volksstimme-Gespräch. Das Konfliktpotenzial werde durch die steigende Zahl der Wolfssichtungen weiter zunehmen, ist er sich sicher.

Die Präsenz des Wolfes sei noch nicht so, dass man handeln müsse. Aber: "Wir ignorieren es nicht." In den vergangenen Wochen hatten Wölfe Schafe bei Magdeburg und Damwild im Jerichower Land gerissen. In Sachsen-Anhalt leben mehr als 60 Tiere, im Land Brandenburg schon 350 bis 400.

Begegnet man einem Wolf im Wald, empfiehlt Puffer, die Ruhe zu bewahren. "In diesem Fall immer den Blickkontakt zum Wolf halten, in die Hände klatschen oder laut rufen. Im Normalfall sucht er dann das Weite", erklärt Puffer. Denn: Wölfe meiden in der Regel den Kontakt zu Menschen. Gefährlich könne es werden, wenn man Wölfe füttert.