Magdeburg l Der Naturschutzbund (Nabu) Sachsen-Anhalt schlägt Alarm: Weil der Wolf sich schneller ausbreite als erwartet, fehle ein Notfallplan zum Umgang mit Tieren, die ihre Scheu vor Menschen verlieren. Es bestehe dringender Handlungsbedarf durch das Land, sagte Nabu-Geschäftsführerin Annette Leipelt am Dienstag.

Das Umweltministerium weist das zurück. Die zunehmenden Sichtungen entsprächen durchaus dem typischen Verhalten junger Wölfe, so eine Sprecherin. Es gebe bundesweite Kriterien für auffälliges Verhalten, die Situation werde beobachtet, ein Eingreifen sei nicht nötig.

Die rasante Ausbreitung des Wolfes ist ab Donnerstag auch Thema auf der Umweltministerkonferenz in Bad Staffelstein (Bayern). Aktuell stimmen sich Bund und Länder ab, wie ein Kompetenzzentrum Wolf auf Bundesebene etabliert werden kann.