Wernigerode (dpa). Die Landschaften Sachsen-Anhalts bieten Wanderfreunden viele Möglichkeiten, ihrem Hobby nachzugehen. Vom anspruchsvollen Bergsteigen im Harz bis zur Schatzsuche in der Dübener Heide ist für Alt und Jung alles dabei. Unter dem Dach des Landeswanderverbandes mit Sitz in Wernigerode laufen die Fäden für die Freizeitbeschäftigung zusammen. "Wir zählen aktuell rund 3000 Mitglieder", sagte der Verbandsvorsitzende, Rainer Schulz. Und das Wandern, so sagt er, liegt voll im Trend.

"Um das aber sinnvoll zu steuern, ist die Kompetenz der Wandervereine gefragt", sagte Schulz. Sie würden die Landschaft mit ihrer Geologie, Geschichte, Kultur und Natur kennen und das Wissen an die Wanderer weitergeben. Den Nachwuchs begeistere und motiviere der Landesverband vor allem über die Jugendorganisation, die Deutsche Wanderjugend (DWJ). Für das Land gibt es eine eigene Arbeitsgemeinschaft, die junge Menschen für das Outdoor-Abenteuer begeistern möchte. Bundesweit sind nach DWJ-Angaben rund 100 000 Kinder und Jugendliche darin organisiert.

Seit 125 Jahren setzt sich der Harzklub in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen für Wandern, Kultur, Brauchtum und Umweltschutz ein. Das breitgefächerte Tätigkeitsfeld sei für eine stabile Mitgliederzahl wichtig, weil so viele Interessen angesprochen und bedient werden können – auch die von Kindern und Jugendlichen. "Wir haben 92 Zweigvereine mit fast 15000 Mitgliedern", sagte Geschäftsführerin Annett Drache.

"Besonders stolz sind wir auf unsere acht Kindergruppen und sieben Jugendgruppen. Wo sonst kann man Jodeln, Peitschenknallen und Birkenblattblasen lernen?", betonte Drache. Zudem kümmert sich der Harzklub nach eigenen Angaben um mehr als 10000 Kilometer Wanderwege.

Die 170 Mitglieder der Wanderbewegung Magdeburg absolvieren ein echtes Mammutprogramm. An immerhin 320 von 365 Tagen pro Jahr bieten sie gemeinsame Veranstaltungen an. Die Mitglieder sind zwischen 40 und 87 Jahren alt.

Der Naturpark Dübener Heide lockt nicht nur mit dem Wandern selbst, sondern preist auch die "Schatzsuche" mit GPS-Geräten an – vor allem für junge Leute. Der Deutsche Wanderverband (DWV) unterstützt das sogenannte Geocaching, pocht aber auf die Einhaltung des Tier- und Pflanzenschutzes. "Wir freuen uns, wenn Menschen durch das Geocaching den Weg in die Natur finden. Gerade Jüngere werden durch diese Outdoor-Aktivität angesprochen", sagte DWV-Präsident Hans-Ulrich Rauchfuß. "Wir machen uns stark, dass dies ohne Konflikte mit dem Naturschutz erfolgt."