
Unbekannte Brandstifter haben in der Nacht zum Montag auf dem Gelände eines Autohauses in Magdeburg zwölf neue Streifenwagen der Polizei und ein weiteres Fahrzeug angezündet. Es entstand ein Schaden von einer halben Million Euro.
Magdeburg l Es riecht nach verbranntem Kunststoff und Gummi. Auf den ersten Blick sind die Schäden auf dem vollgestellten Parkplatz eines Autohauses im Osten Magdeburgs nicht sichtbar, doch zwischen Reihen neuer Streifenwagen in Blau, Gelb und Silber parken dreizehn verkohlte Autowracks. Ein wenig fassungs- und ratlos stehen Beamte der Polizeidirektion Nord an diesem trüben, regnerischen Morgen vor den rußgeschwärzten Autos, die als Beweisstücke mit gelben Nummern markiert sind. Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes laufen zwischen den zerstörten Streifenwagen umher, werden später von einem Brandspürhund unterstützt.
Die Beamten suchen nach Spuren des oder der Unbekannten, die in der Nacht zuvor das Feuer gelegt haben. Gegen 4 Uhr morgens hatte ein Fußgänger die Flammen bemerkt und die 112 angerufen. Die Feuerwehr rückte aus und löschte, konnte das Ausbrennen mehrerer Fahrzeuge aber nicht mehr verhindern. Bereits 2011 hatte sich die Zahl der Löscheinsätze wegen brennender Autos in Magdeburg verdoppelt. "Die Täter haben die Autos mithilfe von Brandbeschleunigern in den Radkästen angezündet", erklärt ein Spezialist des LKA. Viele Teile neuer Fahrzeuge wie Scheinwerfer und Stoßstangen seien mittlerweile komplett aus Kunststoff, um Gewicht zu sparen - und dementsprechend leichter brennbar. Nur der Innenraum der Autos müsse aus feuerfesterem Material bestehen. Eine Explosionsgefahr sei bei den Dieselfahrzeugen aber nahezu ausgeschlossen. "Das gibt es nur im Fernsehen."
Auch Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) ist vor Ort, macht sich als oberster Dienstherr ein Bild von der Lage. "Das war ein gezielter und symbolischer Anschlag auf die Polizei", ist er überzeugt. Ob die Tat einen politischen Hintergrund habe, müsse man abwarten. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg habe nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sollte die Polizei den Anschlag persönlich nehmen? "Wir lassen uns durch derartige Provokationen nicht aus der Ruhe bringen", gab sich der Minister betont gelassen. Er hält an der Übergabe der 34 unbeschädigten Fahrzeuge am heutigen Dienstagmorgen fest.
Unterdessen bestätigte ein Vertreter des Autohauses, dass es vor Ort einen privaten Wachschutz gebe, der auch zur Tatzeit vor Ort gewesen sei. Weitere Angaben wolle man mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht machen. Die neuen Dienstfahrzeuge waren erst am Wochenende auf dem Autohaus-Gelände abgestellt worden.
Den Schaden ersetzen und Fahrzeuge nachliefern muss Angaben des Innenministeriums zufolge der Autobauer. Das Land sei zwar Eigentümer der Fahrzeuge, da Kfz-Briefe und Zulassung vorhanden sind. Doch erst mit der Fahrzeugübergabe finde eine Gefahrübergabe statt. Von diesem Zeitpunkt an wäre das Land Besitzer und käme auch für den entstandenen Schaden auf. Die Autos sind darüber hinaus noch nicht bezahlt. Das geschehe erst 30 Tage nach Übernahme.
Hinweise zur Brandstiftung nimmt die Kriminalpolizei unter (0391) 5462396 entgegen.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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