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Der Aktionstag der Teilnehmer des antimilitaristischen Camps am Sonnabend ist aus Polizei- und Bundeswehrsicht ruhig verlaufen. Vereinzelt gelangten Aktivisten auf den Truppenübungsplatz Altmark, größerer Schaden sei nicht entstanden.
Letzlingen l Schon im Vorfeld hatten Bundes- und Landesbehörden Hand in Hand gearbeitet, um militant politisch linksmotivierte Gewalttäter an der Anreise zu hindern. Darunter befand sich laut Polizei auch eine frühere Unterstützerin der RAF-Terroristen.
Bereits am Mittwoch war das antimilitaristische Camp bei Potzehne eröffnet worden, das bis zum Wochenende auf rund 200 Teilnehmer anwuchs. Seitdem hatte die Polizeidirektion Nord mit Unterstützung von Einsatzhundertschaften aus vier Bundesländern sowie der Bundespolizei die vom Altmarkkreis Salzwedel erlassene Versammlungsverbotszone durchgesetzt. Dafür waren bis zu 1000 Polizisten im Einsatz.
Dieser erhebliche Personalaufwand war laut Polizei erforderlich, da im Internet zu erheblichen Straftaten aufgerufen worden war und von akuten Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgegangen werden musste. Die befürchteten Ausschreitungen blieben allerdings aus.
Am Donnerstag hatte das Oberverwaltungsgericht eine Kundgebung an der Zufahrt zum Truppenübungsplatz erlaubt, zu der am Sonnabend etwa 100 Menschen kamen. Mit einer Demonstration auf der Bundesstraße 71 sorgten am Nachmittag rund 60 Personen für Verkehrsbehinderungen.
Insgesamt stellte die Polizei seit Mittwoch rund 700 Identitäten fest und sprach 137 Platzverweise aus. Es gab 24 Festnahmen, 64 Anzeigen wurden erstattet, zahlreiche Gegenstände wie Messer und Betäubungsmittel wurden sichergestellt. Seite 3
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