Telegraphen- Radweg
Die Strecke verläuft rund 600 Kilometer (Luftlinie) quer durch Deutschland.

Radweg wird eine überregionale Ost-West-Verbindung. Die Umsetzung ist durch länderübergreifende Zusammenarbeit und Kooperation der jeweiligen Vereine möglich.

Der Telegraphenradweg wird die 62 Stationen der historischen Telegraphenlinie Preußens von Berlin bis Koblenz verbinden. Mit dem Bezug auf die Anfänge der Telegraphie im 19. Jahrhundert und damit auf den Ursprung heutiger moderner Kommunikation hat er ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Vorhandene Sachzeugen und Sehenswürdigkeiten werden einbezogen.

Burg l Der Telegraphenradweg im Jerichower Land nimmt Gestalt an. Er führt entlang der ehemaligen Königlich-preußischen optischen Telegraphenlinie Berlin - Koblenz. Die Stadt Burg setzt im Auftrag der im Landkreis beteiligten Gemeinden die Maßnahme um. Dazu gehören die Einheitsgemeinden Stadt Jerichow, Stadt Genthin, Stadt Möckern, Elbe-Parey, Burg, Möser und Biederitz. Der Telegraphenradweg im Jerichower Land hat eine Länge von rund 70 Kilometern.

Die Idee zur Beschilderung eines Telegraphenradweges von Berlin nach Koblenz stammt von der Interessengemeinschaft "Optische Telegraphie in Preußen". Seit 2009 arbeiten Vertreter der Interessengemeinschaft, zu der alle Aktiven der Telegraphenlinie gehören, zusammen mit den ADFC-Kreisverbänden Jerichower Land und Magdeburg an deren Realisierung in Sachsen-Anhalt. "Durch die Beschilderung wollen wir die Telegraphenlinie wieder in das Beweusstsein der Menschen rücken", erklärt Torsten Wambach.

An 155 Standorten werden insgesamt 245 Hinweisschilder aufgestellt. Ergänzend werden auch noch Verbindungswege zum Altmark-Rundkurs und zum Elbe-Radweg beschildert.

"Die Bewilligung ist vom Amt für Landwirtschaft Flurneuordnung und Forsten erteilt", so Peter May vom Fachbereich Bau und Technische Dienste, Sachgebiet Tiefbau- Hochbau der Stadtverwaltung Burg.

Die Standorte der Schilder und deren Pfeilrichtung wurden ehrenamtlich von Telegraphen- und Fahrradfeunden unter Leitung von Klaus Schmeißer (ADFC Magdeburg) ermittelt und mit den Kommunen einvernehmlich abgestimmt. Die Gemeinden wurden über die Standortauflistung mit den Änderungen informiert. Zum Altmark-Rundkurs gibt es einen Verbinder von Rietzel nach Hohenseeden. Zum Elberadweg erfolgt die Anbindung vom alten Bahndamm bei Lostau und Alt-Lostau. Die Ausschreibung, Bau und Aufstellung haben begonnen. Die bauliche Fertigstellung soll im September erfolgen.