akz-i Abgefressene Jungpflanzen, mit Löchern durchsiebte Salatblätter, angenagte Erdbeeren und kahlgefressene Stauden weisen in vielen Gärten wieder darauf hin, dass Nacktschnecken am Werk sind. Da sie auf Feuchtigkeit angewiesen sind, fallen sie vorwiegend nach Regenschauern oder nachts über Pflanzen her, wobei sie binnen einer Nacht ganze Beete ruinieren können. Doch sind es nicht nur die Fraßschäden, die Hobbygärtnern Ärger bereiten, auch Verschmutzungen durch Kot und Schleim machen manchen erntereifen Salat ungenießbar. In Fraßlöchern in Möhren, Erdbeeren oder Kohlrabiknollen können sich zudem Pilze ansiedeln und zu Fäulnis führen.

Schnecken darf man nicht lange gewähren lassen, denn sie vermehren sich rasant. Somit kann die Plage schnell außer Kontrolle geraten. Bei mäßigem Befall hilft regelmäßiges Absammeln, am besten morgens und abends. Treten die schleimigen Räuber in Massen auf, kann man ihnen meist nur mit Schneckenkorn Einhalt gebieten. Bewährt hat sich dabei der Wirkstoff Metaldehyd, der in Schneckenmitteln von Celaflor, Compo, Etisso, Bayer und anderen enthalten ist. Er ist schnell und sicher wirksam, belastet den Boden nicht und stellt für Nützlinge des Gartens keine Gefahr dar. Laut Gebrauchsanleitung genügen von diesen Mitteln bereits 40 bis 50 Körner pro Quadratmeter, die sparsam zwischen den Kulturen, um diese herum und möglichst auch auf Zuwanderwege ausgestreut werden sollten. Auch kulturtechnische Maßnahmen können die Schneckenplage einschränken. So ist es besser, morgens statt abends zu gießen. Einzelnes Angießen größerer Pflanzen hält den Boden dabei trockener als andauernde Berieselung der gesamten Beete mit dem Gartenschlauch. Auch häufigeres Lockern des Bodens erschwert den Schnecken die Fortbewegung und zerstört Hohlräume, die ihnen tagsüber als Versteck dienen. Zur Reduzierung des Schneckenbefalls können auch Igel, Kröten, Spitzmäuse und Laufkäfer beitragen, die man im Garten hegen und fördern sollte.

Nicht empfehlenswert sind Bierfallen, denn sie locken Schnecken geradezu an, wobei nur ein geringer Teil in den Fallen ertrinkt. Auf dem Weg dorthin richten sie meist noch erhebliche Fraßschäden an. Auch Barrierestreifen aus Kalk, Asche oder Sägemehl zeigen meist nur bis zum nächsten Regen eine Wirkung. Salz sollte auf keinen Fall gestreut werden, da dies für Schnecken einen qualvollen Tod bedeutet und auch für den Boden schädlich ist.