Magdeburg - Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose, einer der häufi gsten Erkrankungen der Gegenwart. Schätzungen zufolge hat jede dritte Frau und jeder fünfte Mann ab 50 Jahre " poröse Knochen ". Osteoporose, umgangssprachlich auch als " Knochenerweichung " bekannt, ist eine Stoffwechselerkrankung des Skeletts. Wird sie nicht rechtzeitig und dann ständig behandelt, verlieren die Knochen anfangs fast unbemerkt, dann aber um so spürbarer ihre Stabilität – vor allem an der Wirbelsäule und den Gliedmaßen. Brüche an den Rückenwirbeln und am Oberschenkelhals gehören zu den häufigsten Folgen von Osteoporose.

Auf die wohl am meisten unterschätze Volkskrankheit der heutigen Zeit macht die Weltgesundheitsorganisation alljährlich am 20. Oktober mit dem von der WHO ausgerufenen Welt-Osteoporose-Tag aufmerksam. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto " Knochenstarke Ernährung ".

Auch in Sachsen-Anhalt gibt es heute in zahlreichen Arztpraxen, Gesundheitsämtern und Apotheken für die Patienten viele Tipps und Informationen darüber, wie man der Krankheit schon in jungen Jahren vorbeugen und wie man sie behandeln kann, wenn sie bereits ausgebrochen ist.

Risiko ermitteln

Das individuelle Osteoporose-Risiko lässt sich durch eine Messung der Knochendichte ermitteln. Vor allem eine kalziumreiche Ernährung, das Sonnenvitamin D sowie ausreichende körperliche Bewegung können dem " Knochenschwund " Paroli bieten, meint Mandy Waberer von der Landesvereinigung für Gesundheit. So haben Obst und Gemüsesorten mit Vitamin C und Milchzucker einen positiven Einfluss auf den Knochenstoffwechsel und fördern die Kalziumaufnahme. Diese wird auch durch Vitamin D begünstigt, das nicht nur beim Sonnenbad in der Haut gebildet wird, sondern auch in Fisch, Eiern und Milch vorkommt.

Durch Bewegung kann ebenfalls Kalzium in die Knochen eingebaut und dadurch deren Abbau gebremst werden, so die Gesundheitswirtin. Außerdem tragen körperliche Aktivitäten im höheren Lebensalter zur Schulung des Koordinationsvermögens, zur Stärkung der Muskulatur und zur Verminderung des Sturzrisikos bei. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, Radeln, Schwimmen und Gymnastik erhöhen bei vielen Seniorinnen und Senioren nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die Knochenstabilität. Wer jedoch schon an Osteoporose erkrankt ist, sollte mit seinem Arzt beraten, welcher Sport geeignet ist.