Berlin / Magdeburg - Zu den weit verbreiteten Tabuthemen gehört die Manneskraft. Dabei leiden immer mehr Männer unter der so genannten erektilen Dysfunktion ( ED ), das heißt unter der Unfähigkeit, eine ausreichende Erektion des Penis zu bekommen. Weltweit wird ihre Zahl auf 152 Millionen geschätzt. In 20 Jahren sollen es sogar doppelt so viele sein, stellte die Bayer HealthCareAG auf einer Pressekonferenz in Berlin fest. Trotz dieser Häufi gkeit lassen sich neuesten Daten zufolge nur 15 bis 20 Prozent der EDPatienten behandeln.

Diese Erfahrung hat auch der Magdeburger Urologe Dr. Knut Arensmeier gemacht. Er schätzt, dass etwa 52 Prozent der Männer zwischen 40 und 70 Jahren unter Erektionsstörungen leiden. In den meisten Fällen sei aus medizinischer Sicht eine Abhilfe möglich. Rund zwei Drittel der Patienten könne geholfen werden, so Arensmeier.

Voraussetzung sei, sagte der Urologe weiter, dass die Partner über die Probleme sprechen und der Mann den Weg zum Urologen fi ndet. " Sprechen Sie darüber " heißt deshalb auch eine Initiative der Bayer HealthCareAG, die Paaren Mut machen soll für einen offenen Umgang mit Erektionsproblemen.

ED kann oft ein Symptom für andere, schwere Erkrankungen sein, die als Ursache in Frage kommen. In schätzungsweise 70 Prozent der diagnostizierten Fälle ist ED auf körperliche Faktoren wie vaskuläre oder neurologische Ursachen zurückzuführen. ED kann mit Diabetes, Bluthochdruck und / oder Atherosklerose zusammenhängen. Darüber hinaus kann ED auch durch psychologische Störungen wie Angst, Schuldgefühle und Depression bedingt sein. Wer über einen längeren Zeitraum keine Erektion bekommen kann, fühlt sich schnell als halber Mann. Die Angst vor einem erneuten Versagen der Männlichkeit verstärkt wiederum die Erektionsstörungen.

Für den einzelnen Patienten kann ED zu einem Verlust an Selbstwertgefühl und zur Störung zwischenmenschlicher Beziehungen führen. Die Forschung hat außerdem einen Zusammenhang zwischen Depression und ED festgestellt.

Erektionsstörungen können heute wirksam und einfach mit PDE-5-Hemmern in Tablettenform behandelt werden. Phosphodiesterase vom Typ 5 ( PDE-5 ) ist das im erektilen Penisgewebe vorherrschende Enzym, das mit der Erektion in Verbindung gebracht wird. Die Wirkung der PDE-5-Inhibitoren besteht darin, dass sie dieses Enzym hemmen, wodurch nach sexueller Stimulation die erektile Reaktion verbessert oder verlängert wird.

Mit Viagra, Levitra und Cialis stehen gegenwärtig auf dem deutschen Markt drei derartige Medikamente zur Verfügung. Sie sind rezeptpfl ichtig und unterscheiden sich in ihrer Wirkdauer, also wann die Wirkung einsetzt und wie lange sie anhält. Spezialist für die Diagnose und Therapie von Erektionsstörungen ist deshalb in jedem Fall der Urologe.