Über das Projekt

Demenz anders sehen (Demas) ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Delphi Gesellschaft (Berlin).

Das Schulungs- und Beratungsprogramm leiten psychologische Fachkräfte der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts erfolgt durch die Delphi Gesellschaft, Institut für Gesundheitsdienstleistungen und -forschung aus Berlin. Gefördert wird das Projekt wird vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen.

Mit der Diagnose Demenz leben in Deutschland 1,3 Millionen Einwohner. Viele Angehörige, die Demenzerkrankte pflegen, stehen kurz vor dem Zusammenbruch, wenn die Krankheit fortschreitet.

Demas-Hotline: Dipl.-Psych. Benjamin Jonas 0800 - 72 36 779 (kostenfrei, Bürozeiten Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr)

Demas-Website: www.demenz-anders-sehen.de

E-Mail: info@demenz-anders-sehen.de

Magdeburg (vs) l Die bundesweit einmalige Internetschulung "Demenz anders sehen" (Demas) geht in die zweite Runde. Noch bis zum 10. Januar 2014 können sich pflegende Angehörige Demenzerkrankter erneut für das kostenfreie Programm anmelden. Das Kooperationsprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Delphi-Gesellschaft (Berlin) hilft auf neue Art, den Pflegealltag zu bewältigen.

Alles, was Angehörige brauchen, ist ein Computer mit Internetanschluss. Die Bedienung ist einfach, besondere Kenntnisse sind nicht nötig. Zubehör wie Webcam (am Computer befestigte Kleinkamera) und Headset (Kopfhörer) gibt es bei Bedarf kostenlos. Die Teilnehmer werden telefonisch in das Programm eingewiesen.

Regelmäßig zur gleichen Zeit an einem Wochentag findet die Schulung per Internet statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland wählen sich auf die Webseite www.demenz-anders-sehen.de ein und treffen so die anderen Pflegenden ihrer Gesprächsgruppe. Bild und Ton werden in den virtuellen Gesprächsraum übertragen, wie man es von Video-Konferenzen her kennt. Eine solche Gruppe von bis zu sieben Personen erhält dann professionelle Unterstützung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich außerdem untereinander austauschen und voneinander lernen. Eine Schulung besteht aus insgesamt zehn Gruppensitzungen.

Besonders ausgebildete Absolventen des Studiengangs Rehabilitationspsychologie der Hochschule Magdeburg-Stendal leiten die Sitzungen. Sie vermitteln Wissen zu Demenz, beraten bei Alltagshürden und geben Tipps, wie Pflegenden etwas für sich selbst tun können. Zum Beispiel: Wie haushaltet man mit seiner Zeit und seinen Kräften richtig? Wie gestaltet man den Alltag mit den Kranken? Wie hilft man Erkrankten, möglichst lange die Selbständigkeit zu wahren? Wie entschärft man Konfliktsituationen? Wie hält man den Zugang zu Erkrankten bei fortschreitender Symptomatik aufrecht?

Die erste Schulungsrunde des Programms zeigt, dass das Konzept aufgeht. Prof. Dr. Claudia Wendel von der Hochschule Magdeburg-Stendal: "Die Teilnehmenden waren sehr motiviert und profitierten vom Austausch. Sie stehen auch nach dem Programm weiterhin in Kontakt miteinander und es haben sich sogar Freundschaften gebildet. "