Magdeburg (gs) l Der Winter ist der ideale Zeitpunkt für den Schnitt bei Kernobst wie Apfel, Birne und Quitte - wenn es, wie jetzt, frostfrei ist. Steinobst, wie Kirsche und Pflaume, werden im Sommer geschnitten.

Wer seinen Apfelbaum im Herbst schneidet, setzt ihn einer erhöhten Infektionsgefahr aus. Denn die Wundheilung kann dann mehrere Monate dauern. Dagegen setzt beim Winterschnitt die Wundheilung sofort ein. Grundvoraussetzungen sind gereinigte und scharfe Astscheren und Baumsägen. Sie erst machen einen sauberen Schnitt möglich.

Bevor man mit dem Schnitt beginnt, sollte man ungefähr wissen, welche Äste geschnitten werden sollen. Beim Schneiden ist auf eine gleichmäßige Krone mit starken Ästen zu achten.

Lange Triebe können restlos zurückgeschnitten werden. Wer aber an der Stelle einen neuen Ausrieb will, kürzt den Trieb bis auf zwei Zentimeter ein.

Schneidet man bei älteren Obstbäumen Hauptäste zurück, sollte je ein Seitentrieb als neuer Leittrieb verbleiben.

Am Ende des winterlichen Obstbaumschnitts bleiben etwa vier versetzte Seitentriebe. Sie fungieren als Leitäste, die sich später durch das Obstgewicht nach unten biegen. Etwas länger bleibt der mittlere Ast, der Stamm.

Wächst der Baum zu langsam, darf bis ins alte Holz geschnitten werden. Auch zu starke Äste dürfen raus. Aber bitte nicht mehr als zwei Fünftel herausschneiden. Das würde der Baum übel nehmen.