Magdeburg (ksi) l Wer abnehmen will oder kein Gluten verträgt, macht in der Regel einen Bogen um Nudeln. Doch derzeit erobert eine asiatische Pasta die Supermarktregale, die keine Kohlenhydrate und fast keine Kalorien enthält.

Die unter dem Namen "Shirataki" oder "Kajnok" verkaufte Nudel besteht aus dem Mehl der Konjak-Wurzel, das die 50-fache Wassermenge seiner Eigenmasse binden kann. "Dadurch entsteht ein langanhaltendes Sättigungsgefühl", erklärt Abnehm-Experte Hans Gerlach von "Leichter leben in Deutschland". Konjakmehl zähle zur Gruppe der Glucomannan. Es sei zu vergleichen mit der Stärke aus Kartoffeln, Reis oder Nudeln mit dem Unterschied, dass hier die Zucker Glucose und Mannose verkettet seien. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit habe es als wissenschaftlich gerechtfertigt beurteilt, dass der Verzehr der Nudel das Körpergewicht vermindern helfe, wenn mindestens drei Gramm täglich in drei Portionen von jeweils mindestens einem Gramm mit jeweils ein bis zwei Glas Wasser vor einer Mahlzeit eingenommen werde.

Allerdings warnt Gerlach davor, zum Abnehmen nur normale Nudeln durch die Konjak-Produkte zu ersetzen. Denn es komme entscheidend auf die Gesamtbilanz an. Er empfiehlt, nur drei Mal am Tag zu essen und dabei auf ballaststoffreiche Kost zu achten. Das muss zusätzlich mit mehr Bewegung in Verbindung gebracht werden.

Satt machen die "Kajnok"-Nudeln tatsächlich, wie der Volksstimme-Selbsttest ergab. Und sie schmecken auch, wenn man die an sich geschmacklose Pasta mit Gemüse kurz anbrät und dann Sojasauce hinzufügt. Mit fast drei Euro pro 200 Gramm sind sie teurer als Shirataki-Nudeln aus dem Asia-Laden, die jedoch fischig riechen und glibbriger sind.