Erfurt (dpa) l Regen oder Schnee, Schmutz und Streusalz sorgen jetzt vermehrt für schlechten Durchblick. Das gilt nicht nur für die Windschutzscheibe, sondern auch für die Scheinwerfer. "Verkrusteter Schmutz auf Scheinwerfern und Rücklichtern kann gefühlt die Hälfte der Leuchtkraft der Beleuchtungseinrichtung schlucken", sagt Thorsten Hesse vom TÜV Thüringen. Autofahrer sollten ihre Scheinwerfer deshalb öfter reinigen und nicht nur beim Tankstopp, da die Intervalle oft zu groß seien. "Gerade bei Dunkelheit oder Nebel sind saubere Frontscheinwerfer und Rückleuchten überlebenswichtig."

Keine Eiskratzer für Scheinwerfer verwenden

Den gleichen Effekt wie Schmutz und Salzkruste können auch Schnee und Eis auf die Leuchtkraft der Scheinwerfer haben. Deshalb sollten Autofahrer bei Minustemperaturen aber nicht den Eiskratzer zur Hand nehmen. "Moderne Scheinwerfer sind mit einer Plasteabdeckung versehen, die leicht zerkratzen kann", warnt Hesse.

Dennoch sollten die Leuchten vom Eis befreit werden, wofür es Enteisungssprays gebe. Zwar entwickelten die Frontlichter eine gewisse Wärme, doch gerade bei modernen LED-Scheinwerfern sei diese so gering, dass es etwas dauern könne, bis das Eis getaut sei. Deshalb empfiehlt es sich, selber Hand anzulegen und vorsichtig das Eis zu entfernen.